Friedhofsbesucher ärgert sich nach Wasserrohrbruch über Verwaltung

Kein Wasser für die Gräber

Ärgerlich ist das schon: Da kommt man eigens von Husen nach Wischlingen, um die Blumen auf dem Grab der Eltern zu gießen. Und dann gibt es auf dem ganzen Friedhof keinen Tropfen Wasser. Das erlebte Ulrich Walter. Was ihn aber noch viel mehr ärgerte, war die Reaktion der Friedhofsverwaltung.

WISCHLINGEN

, 15.09.2016, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedhofsbesucher ärgert sich nach Wasserrohrbruch über Verwaltung

Ulrich Walter nervt die Reaktion der Verwaltung auf den Wasserrohrbruch und damit das fehlende Wasser. Mittlerweile ist der Schaden auf dem Friedhof behoben.

Die große Hitze der vergangenen Tage bedeutete für Ulrich Walter viel Fahrerei. Denn mindestens zweimal pro Woche machte sich der 60-Jährige aus Husen auf den Weg, um die Pflanzen auf dem Grab seiner Eltern auf dem Friedhof Wischlingen zu gießen.

Anfang der Woche warteten seine Blumen aber vergeblich auf die dringende Erfrischung. Ein Schild informierte die Besucher über einen Wasserrohrbruch, demzufolge für sie kein Wasser zur Verfügung stand. „Man wurde aber nicht informiert, wie lange die Reparatur dauern wird. Eine Telefonnummer für Rückfragen wurde auch nicht angegeben – nach dem Motto: Kommen Sie jeden Tag und schauen Sie, ob das Wasser wieder da ist“, ärgerte sich Ulrich Walter.

Die Reparatur dauerte schließlich einen Tag

Was ihn aber noch mehr erboste: „Bei 34 Grad hätte die Stadt einen kleinen Tankanhänger aufstellen sollen. Bei dieser Hitze gehen die Blumen sonst doch ein.“

Die Reparatur dauerte schließlich einen Tag, von Montag- bis Dienstagvormittag. Mit seiner Kritik wandte sich der Husener per Mail an die Friedhofsverwaltung und erhielt folgende Antwort einer Mitarbeiterin: „Leider stand zu diesem Zeitpunkt kein Tankanhänger zur Verfügung, um den Friedhofsbesuchern beziehungsweise Friedhofsbesucherinnen die Blumenversorgung zu ermöglichen. Da in einem Schadensfall nie gesagt werden kann, wie lange die Beseitigung andauert, wird auf eine Zeitangabe verzichtet.“

Ein Witz oder versteckte Kamera!“

Für Walter Ulrich ist diese Antwort nicht akzeptabel: „Eine Stadt von 600 000 Einwohnern hat keinen Tankanhänger? Ein Witz oder versteckte Kamera!“ Genau dieser Wortlaut taucht auch in seinem Wut-Brief an Oberbürgermeister Sierau auf. Darin führt Ulrich Walter zudem aus, wie die Verwaltung einen Tankwagen zeitnah auftreiben könnte: „Anruf bei folgenden Organisationen: 1. THW, 2. Berufsfeuerwehr Dortmund, 3. Tiefbauamt Stadt Dortmund, 4. Bauunternehmer (jeder in Dortmund hat einen Tankanhänger), 5. DEW 21. Und innerhalb einer Stunde wäre ein Tankanhänger da.“

 

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