Fünf Festnahmen nach Brand in Flüchtlingsunterkunft

Ostwestfalen

Nach dem Brand mit zahlreichen Verletzten in einer Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof-Staumühle in Ostwestfalen sind fünf Bewohner festgenommen worden. Sie sollen das Feuer verursacht haben. Bei dem Feuer waren am Donnerstag 30 Bewohner ins Krankenhaus gebracht worden, einer von ihnen schwer verletzt.

Hövelhof

06.01.2017, 06:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehrkräfte sind bei dem Brand im Einsatz. Foto: Ralf Hilker/Kreis Paderborn/dpa

Feuerwehrkräfte sind bei dem Brand im Einsatz. Foto: Ralf Hilker/Kreis Paderborn/dpa

Die festgenommenen Bewohner stünden im Verdacht, "an Matratzen gezündelt zu haben", sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei am frühen Freitagmorgen. Bei den ins Krankenhaus gebrachten Bewohnern bestehe Verdacht auf Rauchgasvergiftungen, sagte eine Sprecherin des Kreises Paderborn. Zudem wurden nach Angaben der Feuerwehr 24 Menschen vor Ort behandelt, die Polizei sprach von 27 Betreuten. Die Feuerwehr konnte die Flammen am Abend löschen.

Der Brand war am Nachmittag in einer der ehemaligen Militärbaracken ausgebrochen, wie ein Sprecher der Polizei Paderborn sagte. "Das Gebäude ist nahezu komplett abgebrannt." Die Ermittlungen dauerten an. Am Freitag soll ein Sachverständiger die Brandruine begutachten. In der Unterkunft leben nach Angaben des Kreises etwa 500 Flüchtlinge.

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