Fünf Jahre Volkstheater: Anziehungskraft des Mondpalastes in Wanne-Eickel ungebrochen

HERNE 2009 ist das internationale Jahr der Astronomie. Seinen ganz persönlichen Planeten hat Christian Stratmann schon vor fünf Jahren in die Umlaufbahn geschickt, als er den "Mondpalast von Wanne-Eickel" gründete. Fünfmal in der Woche begrüßt der Chef einer der erfolgreichsten Volksbühnen Deutschlands seine Gäste - die meisten persönlich. Allein 2008 waren es 75.000.

von Von Tim Bauszus

, 21.01.2009, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann.

Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann.

"Wir haben in den fünf Jahren einige richtige Entscheidungen getroffen, deswegen gehört der Mondpalast heute zum festen Bestandteil der Theaterszene des Ruhrgebiets", so der gebürtige Verler, der 2008 für seine Qualitäten als Gastgeber und Botschafter der Region zum "Bürger des Ruhrgebiets" gewählt wurde. Der jüngere Bruder des Arztes und Kabarettisten Ludger Stratmann wird das Jubiläumsjahr am 28. Januar mit dem eigenen Komödienklassiker "Ronaldo und Julia" einläuten.

Rollen werden vor der Aufführung ausgelost

Seit der Mondpalast-Gründung avancierte die Fußballkomödie mit mehr als 500 Aufführungen zum Publikumsliebling. Am kommenden Mittwoch wird der ehemalige WDR-Radiokommentator "Manni" Breuckmann dem Stück den letzten Schliff verleihen, in dem er die Rollen erst kurz vor der Aufführung unter dem Ensemble auslost. Thomas Rech, Mondpalast-Intendant und Regisseur des Stückes, bleibt bei dieser wahnwitzigen Idee gelassen: "Schließlich sind neun unserer Schauspieler von Anfang an dabei." Es gibt noch wenige Karten.

Grugahalle für 3000 Zuschauer gemietet

Einen weitaus größeren Rahmen hat eine Sondervorstellung am 7. März: Stratmann hat die Essener Grugahalle gemietet. Vor rund 3000 Zuschauern wird dort die aktuelle Erfolgskomödie "Flurwoche" aufgeführt. 2400 Karten sind bereits weg.

Mitspielen wird der Mondpalast auch im Konzert der Kulturhauptstadt RUHR.2010. "Verbiegen werden wir uns dafür aber nicht. Wir machen hier schon seit fünf Jahren Kulturhauptstadt", so Stratmann, der für 2010 gemeinsam mit dem Essener Theater "Freudenhaus" eine Inszenierung auf der Freilichtbühne in Wattenscheid anstrebt. Auch soll ein Travestie-Theater mit 150 Plätzen im ehemaligen Haus des Handwerks, wenige Schritte neben dem Mondpalast, entstehen.

Im Astronomie-Jahr stehen die Sterne für das Theater mit dem Mond wohl besonders gut, die Anziehungskraft ist ungebrochen.

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