Fünf Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung in Bottroper Wohnung

Unfall

Als der fröhliche Grillabend einer Familie aus Bottrop sich dem Ende neigte, nahm die Familie den Holzkohlegrill wieder mit in die Wohnung - mit schwerwiegenden Folgen.

Bottrop

08.03.2021, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei der fünf eingesetzten Rettungswagen.

Zwei der fünf eingesetzten Rettungswagen. © Feuerwehr Bottrop

Durch einen Holzkohlegrill haben in einer Wohnung in Bottrop fünf Menschen Kohlenmonoxid-Vergiftungen erlitten. Die Einsatzkräfte seien am Sonntagabend alarmiert worden, weil eine Person zusammengebrochen war, teilte die Feuerwehr am Montag mit. Die vier Bewohner der betroffenen Wohnung seien in eine Spezialklinik gebracht worden.

Alle seien zu dem Zeitpunkt wieder bei Bewusstsein gewesen. Eine Nachbarin, die sich am Abend ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hatte, wurde demnach vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt. Nach Angaben der Feuerwehr hatte die vierköpfige Familie den Grill am Abend im Garten genutzt und anschließend wieder in die Wohnung gebracht.

Die Kohle sei jedoch noch nicht ganz verloschen gewesen, so dass sich Kohlenmonoxid in der Wohnung ausbreitete. Man habe auch die anderen Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus kontrolliert, teilte die Feuerwehr weiter mit. Es seien aber keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt worden.

Feuerwehr rät zu Kolhlenmonoxid-Warnmeldern für Kaminofen-Besitzer

Insgesamt waren neben dem Hilfeleistungszug der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Bottrop-Boy fünf Rettungswagen und zwei Notärzte im Einsatz. Die Maßnahmen vor Ort dauerten gut eine Stunde.

Die Feuerwehr warnt ausdrücklich vor Holzkohlegrills in der Wohnung, denn Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und kann dementsprechend nicht wahrgenommen werden. Auch Rauchmelder erkennen das Gas nicht. Besitzern von Kaminöfen wird geraten, einen Kohlenmonoxid-Warnmelder im Gebäude zu installieren.

dpa/ots

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