Für Hofläden gelten strenge Bedingungen fürs Markenzeichen „Einkaufen auf dem Bauernhof“

Einkaufen im Hofladen

Nicht jeder Hofladen darf das Siegel „Einkaufen auf dem Bauernhof“ tragen. Dafür müssen Betriebe strenge Bedingungen erfüllen.

Dortmund

, 05.05.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Angebot in Hofläden ist vielfältig.

Das Angebot in Hofläden ist vielfältig. © picture alliance/dpa

Seit 1989 gibt es die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“. Sie vertritt die Interessen der landwirtschaftlichen Direktvermarkter. Hinter ihr stehen der Deutsche Bauernverband und die Landwirtschaftskammern.

Hofläden, die sich dieser Gemeinschaft angeschlossen haben, dürfen das Markenzeichen „Einkaufen auf dem Bauernhof“ tragen.

Die Ziele der Marke

Ziel der Fördergemeinschaft ist es, mit einem eigenen Markenauftritt Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für Hofläden zu professionalisieren. Zugleich sollen Landwirte etwa durch Beratungsangebote und Seminare unterstützt werden.

Landwirte, die dem Netzwerk beitreten wollen, müssen umfangreiche Nutzungsbedingungen akzeptieren. Beispielsweise müssen sie namentlich angeben, von wem im Hofladen angebotene Produkte stammen, die sie nicht selbst erzeugt haben. Sie müssen die Erzeuger dieser Produkte persönlich kennen. Der Verkauf von industriell hergestellten Erzeugnissen ist verboten.

Der Betreiber des Hofladens muss zudem durch eine Ausbildung oder eine Zusatzqualifikation seine Kompetenz im Bereich Pflanzenschutz beziehungsweise in ökologischer Wirtschaftsweise belegen. Die Betriebe müssen große Hygienestandards auch durch Eigenkontrollen beachten. Der Anbau und Verkauf von gentechnisch veränderten Pflanzen ist ebenso verboten wie die Düngung der Felder mit jeder Art Klärschlamm.

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