Für Kunstrasen: 43 Pappeln sollen fallen

BENNINGHOFEN Sobald der Frost vorbei ist, rücken die Bagger an, und der Hörder SC bekommt an der Benninghofer Straße seinen lange ersehnten Kunstrasenplatz. Das ist die gute Nachricht für die derzeit 550 Vereinsmitglieder. Aber es gibt auch eine schlechte.

von Von Julia Gaß

, 08.01.2009, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Pappeln auf dem Sportplatz des Hörder SC bleiben stehen, solange sie gesund sind.

Die Pappeln auf dem Sportplatz des Hörder SC bleiben stehen, solange sie gesund sind.

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„Die Vereine sind froh und dankbar, wenn sie mit wenig Mehrarbeit den Platz sauber halten können. Die haben ja alle wenig Personal“, so Johannes Blume, Leiter des Amtes Stadtgrün und ergänzt: „Mir ist es lieber, jetzt alle Bäume zu fällen als hin und wieder mal fünf oder zehn. Das ist preiswerter.“  Die Pappeln seien auch 50 Jahre alt und hätten keine so lange Lebensdauer. Der Kettensäge zum Opfer fallen am Hörder Kampweg schlanke Pyramidenpappeln und an der Böschung zur Benninghofer Straße die Hybridpappeln. – Obwohl dort die Stehplatztribüne sogar verkleinert wird.

Ersatzpflanzungen plant die Stadt weiter südlich an der Benninghofer Straße, im Loh. „Wenn Bürger oder die Bezirksvertretung da eine Idee haben, sind wir offen“, so Blume. Der Bezirksvertreter Helmut Broich (Foto, CDU) ärgert sich indes, dass er mit einem knappen, vierzeiligen Brief vom Amt Stadtgrün über die Fällaktion informiert wurde – ohne Angabe von Gründen.

Bei der Planung des Rasenplatzes sei auch festgestellt worden, dass der Platz nicht der Norm für Fußballplätze entspricht. Das soll geändert werden. Weil das Gelände nach Norden ein Gefälle von 50 Zentimetern hat, wird dort die Spielfläche angehoben. Der Ballfangzaun zum Hörder Kampweg wird durch einen schallgedämpften Zaun ersetzt. Der Kunstrasenplatz soll spätestens bei den Hörder Stadtmeisterschaften bespielbar sein.

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