Gabriel verspricht Kommunen mehr Geld

SPD-Neujahrsempfang

Beim Neujahrsempfang der SPD versprach Parteichef Sigmar Gabriel den Kommunen mehr Geld, um aus den Spardebatten herauszukommen. Bei den Genossen in Bochum kommt er damit besser an, als der parteieigene Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Gabriel kritisiert bestimmte politische Hierarchien.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 20.01.2013, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Neujahrsempfang der SPD

Rund 200 Gäste hatten am Sonntag den Weg ins Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle gefunden. Die Bochumer SPD und die SPD-Ratsfraktion hatten zum Neujahresempfang geladen. Nach einem Besuch von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im vergangenen Jahr war diesmal SPD-Chef Sigmar Gabriel der Star des Vormittags.
20.01.2013
/
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch.© Foto: Benedikt Reichel
Peter Reinikrens begrüßt die Gäste beim SPD-Neujahrsempfang.© Foto: Benedikt Reichel
Die Stimmung war besser als das Foto vermuten lässt. Doch Gabriel hatte auch ernste Worte - er erwartet mehr von der SPD.© Foto: Benedikt Reichel
Sigmar Gabriel, Thomas Eiskirch, Peter Reinirkens (v.r.).© Foto: Benedikt Reichel
Der Bochumer SPD-Fraktionschef Peter Reinirkens, Parteichef Sigmar Gabriel und Bochums SPD-Vorsitzender Thomas Eiskirch.© Foto: Benedikt Reichel
Neujahrsempfang der SPD im Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle.© Foto: Benedikt Reichel
Neujahrsempfang der SPD in Bochum.© Foto: Benedikt Reichel
Parteichef Sigmar Gabriel spricht zu den Bochumer Genossen.© Foto: Benedikt Reichel
Parteichef Sigmar Gabriel spricht zu den Genossen beim Neujahrsempfang.© Foto: Benedikt Reichel
Schlagworte Bochum

Und der Parteichef selbst versprach auch gleich etwas: „Dass die Städte und Gemeinen einen höheren Anteil des Steueraufkommens erhalten. Das wird nicht anders gehen.“ Wieder viel Beifall, mussten die Genossen doch erst im vergangenen Jahre einmal mehr ein schmerzhaftes Sparpaket für Bochum schnüren. Denn das Haushaltsdefizit ist auch 2013 im dreistelligen Millionenbereich. „Das ist immer noch zu groß“, hatte der neue Fraktionschef Peter Reinirkens zuvor in seiner Rede klargestellt.

Deswegen werde Bochum in den nächsten Jahren weiter sparen. Erfolgversprechend sei das jedoch nur, wenn der Bund sich der Bedeutung der Städte im Klaren ist und ihnen finanziell unter die Arme greift. Die Genossen in Bochum werden sich Gabriels Worte notiert haben und ihn daran erinnern. Sofern die SPD die Regierung stellt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Neujahrsempfang der SPD

Rund 200 Gäste hatten am Sonntag den Weg ins Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle gefunden. Die Bochumer SPD und die SPD-Ratsfraktion hatten zum Neujahresempfang geladen. Nach einem Besuch von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im vergangenen Jahr war diesmal SPD-Chef Sigmar Gabriel der Star des Vormittags.
20.01.2013
/
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch.© Foto: Benedikt Reichel
Peter Reinikrens begrüßt die Gäste beim SPD-Neujahrsempfang.© Foto: Benedikt Reichel
Die Stimmung war besser als das Foto vermuten lässt. Doch Gabriel hatte auch ernste Worte - er erwartet mehr von der SPD.© Foto: Benedikt Reichel
Sigmar Gabriel, Thomas Eiskirch, Peter Reinirkens (v.r.).© Foto: Benedikt Reichel
Der Bochumer SPD-Fraktionschef Peter Reinirkens, Parteichef Sigmar Gabriel und Bochums SPD-Vorsitzender Thomas Eiskirch.© Foto: Benedikt Reichel
Neujahrsempfang der SPD im Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle.© Foto: Benedikt Reichel
Neujahrsempfang der SPD in Bochum.© Foto: Benedikt Reichel
Parteichef Sigmar Gabriel spricht zu den Bochumer Genossen.© Foto: Benedikt Reichel
Parteichef Sigmar Gabriel spricht zu den Genossen beim Neujahrsempfang.© Foto: Benedikt Reichel
Schlagworte Bochum

Davon ist Bochums SPD-Chef Thomas Eiskirch überzeugt. Natürlich. „Ich bin froh, dass wir einen mutigen und klaren Kanzlerkandidaten für das Jahr 2013 haben“, sagte er. Die Genossen, die sich im Dampfgebläsehaus versammelt hatten, applaudierten artig – aber verhalten im Vergleich zum lautstarken Empfang, den sie Gabriel bereiteten. Der sammelte weiter Pluspunkte: Die Kommunalpolitik müsse ins Zentrum der Partei. „Wenn es nach mir ginge, kommt keiner in den Bundes- oder Landtag, der nicht fünf Jahre Kommunalpolitik gemacht hat.“

Das fanden nicht alle so brillant. Michelle Müntefering, die Frau des ehemaligen SPD-Chefs, die über den Wahlkreis Bochum-Herne in den Bundestag einziehen will, fragte Gabriel spitz und mit einem Augenzwinkern: „Na, in welchem Kommunalparlament warst du denn…?“ Die Recherche hätte sich gelohnt, wie der Chef ihr unmissverständlich klar machte. Gabriel war mehr als zehn Jahre in Goslar aktiv. Michelle Müntefering würde an Gabriels Fünf-Jahres-Hürde ebenfalls nicht scheitern: Sie ist seit langem in Herne aktiv.