Gärtner und das Unkraut

03.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Olfen. „Das wächst wie Unkraut“ ist ein weitverbreitetes Sprichwort in Deutschland. Menschen benutzen es, wenn sie beschreiben wollen, dass sich etwas (meist nicht so Erfreuliches) in Windeseile ausbreitet. So wie Unkraut im Garten eben. Aber: Welche Pflanzen gelten eigentlich als Unkraut und warum?

Das ist schnell erklärt: Unkraut sind „Begleitvegetationen“, also Pflanzen, die zufällig neben anderen Pflanzen wachsen. Anders als Stiefmütterchen im Blumenbeet oder Salatköpfe im Frühbeet wird es also nicht gezielt vom Privatgärtner an einer bestimmten Stelle zum Wachsen gesät oder gepflanzt, sondern es gesellt sich einfach ungefragt dazu. Manche Gärtner mögen das gar nicht so gerne und wünschen sich unkrautfreie Beete. Einige greifen deshalb zu sogenannten „Unkrautvernichtern“. Das sind Mittel, die Stoffe enthalten, die Unkraut kaputtmachen. Sie sind in vielen Fällen allerdings nicht so gut für die Umwelt. Deshalb werden sie auch nur noch von immer wenigeren Gärtnern genutzt. Denen hilft dann nur eins, wenn sie kein Unkraut im Beet haben wollen: jäten. Das ist das spezielle Wort dafür, Äcker oder Beete mit der Hand von Unkraut zu befreien.

Marie Rademacher