Giftiges Ammoniak tritt in Herner Eissporthalle aus – Großeinsatz der Feuerwehren

Feuerwehr

Bei Wartungsarbeiten ist in einer Eissporthalle in Herne giftiges Ammoniak ausgetreten. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt. Das Leck ist inzwischen abgedichtet, dennoch dauert der Einsatz noch an.

Herne

25.08.2020, 08:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Eishalle Gysenberg in Herne kam es zu einem Austritt von Ammoniak. Die Feuerwehr ist aktuell noch im Einsatz.

In der Eishalle Gysenberg in Herne kam es zu einem Austritt von Ammoniak. Die Feuerwehr ist aktuell noch im Einsatz. © Feuerwehr Bochum

In einer Eissporthalle in Herne ist Ammoniak ausgetreten, was zu einem mehrstündigen Großeinsatz der Feuerwehr geführt hat. Das giftige Gas sei bei Wartungsarbeiten am Montagmorgen ausgetreten und habe zwei Mitarbeiter der Halle verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Am frühen Dienstagmorgen waren die Einsatzkräfte den Angaben zufolge noch immer vor Ort. Das Leck sei inzwischen abgedichtet, der Ort müsse aber noch überwacht werden, hieß es.

Ammoniak hat laut Feuerwehr Reiz- und Ätzwirkung. Wird das Gas über längere Zeit eingeatmet, können demnach Schäden an den Atemwegen entstehen. In dem Technikraum, in dem das Gas ausgetreten ist, gebe es wieder Ammoniakpfützen, die mit Nasssaugern behoben werden müssten, wie ein Sprecher der Feuerwehr Herne am Morgen erklärte.

150 Einsatzkräfte vor Ort

Da die Einsatzkräfte mit spezieller Schutzkleidung ausgestattet sind, bei der sie auch ein Atemschutzgerät tragen müssen, sei die Einsatzzeit im Gebäude auf etwa 15 Minuten beschränkt, sagte der Sprecher. Momentan sei nicht absehbar, wie lange der Einsatz noch dauere. Zwischenzeitlich war die Feuerwehr mit 150 Einsatzkräften vor Ort. Wie der Sprecher weiter erklärte, hatte eine Spezialfirma noch in der Nacht den Großteil des mit Wasser gebundenen Gases aufgesaugt. Die Einsatzkräfte kümmerten sich seitdem um verbliebene kleine Einzel-Pfützen.

Im unmittelbaren Umfeld der Eishalle sollten Türen und Fenster zunächst geschlossen bleiben, außerdem wurden ein Spielplatz, eine Gaststätte und eine Sporthalle geräumt. Das sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, betonte ein Sprecher der Feuerwehr. Das Gift sei in einem geschlossenen Raum ausgetreten und es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Außenwelt bestanden. Warum das Ammoniak austrat, konnte die Feuerwehr zunächst nicht sagen.

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dpa

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