Gasvergiftung: Junge Frau stirbt in ihrer Wohnung

Vermutlich defekte Therme

Eine 24-jährige Frau ist am späten Sonntagabend tot im Bad ihrer Wohnung gefunden worden. Die Dortmunderin starb nach ersten Erkenntnissen an einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung. Zur Quelle des tödlichen Gases hat die Feuerwehr eine Vermutung.

BERGHOFEN

, 29.02.2016, 10:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasvergiftung: Junge Frau stirbt in ihrer Wohnung

Die Feuerwehr musste die Wohnung an der Berghofer Straße lüften, da sich dort das tödliche Gas Kohlenstoffmonoxid ausgebreitet hatte. Eine Frau war dort gestorben.

Der Rettungsdienst wurde gegen 23 Uhr am Sonntag zu dem Mehrfamilienhaus an der Berghofer Straße gerufen. Angehörige der jungen Frau hatten die 24-Jährige leblos in der Badewanne gefunden. Die Notärztin konnte der Frau jedoch nicht mehr helfen - sie war bereits tot.

Gleichzeitig schlugen laut Feuerwehrsprecher Oliver Körner die Kohlenmonoxidmessgeräte des Rettungsdienstes aus. Kohlenmonoxid ist ein geruchs- und geschmackloses Gas und entsteht durch Verbrennung. Bei hoher Konzentration ist in kurzer Zeit tödlich, wenn man es einatmet.

DEW klemmte Gaszufuhr ab

Die Rettungssanitäter und die Notärztin verließen zusammen mit den anderen drei Mitbewohnern sofort die Wohnung. Ein mit Atemschutz ausgerüsteter Feuerwehrtrupp musste die Räume lüften, Energieversorger DEW klemmte die Gaszufuhr der Wohnung ab.

Die drei Bewohner und zwei Rettungsdienstmitarbeiter wurden sicherheitshalber untersucht, ob auch sie durch das Gas verletzt worden waren. Die Messungen blieben nach Angaben der Feuerwehr aber unauffällig. Ein Bewohner musste "wegen der Gesamtsituation", so Körner, trotzdem ins Krankenhaus gebracht werden.

Feuerwehr geht von Defekt an der Gastherme aus

Wie das Gas austreten konnte, ist noch unklar. Sehr wahrscheinlich handelte es sich jedoch um einen Defekt der Gastherme, die in der Wohnung angebracht sei, heißt es von der Feuerwehr. Die Polizei hat nun die Ermittlungen zum Tod der jungen Frau aufgenommen. Man stehe noch ganz am Anfang, sagte Nina Vogt von der Polizeipressestelle auf Anfrage unserer Redaktion.

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