GD-Bau: Neuer Kompromiss zwischen Rektorat und AStA

Ruhr-Universität

Dieses Mal sollten alle Fakten auf den Tisch kommen: In den vergangenen Wochen hatten sich RUB-Studenten immer wieder über mangelnde Informationen beklagt, Aufklärung in puncto GD-Gebäude gefordert. Am Mittwoch trafen sich Dekane und Studierende.

QUERENBURG

von Von Isabelle Middeke

, 24.11.2010, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
GD-Bau: Neuer Kompromiss zwischen Rektorat und AStA

Streitpunkt bleiben die Bäume westlich des Gebäudes GC (hier im Hintergrund), die der AStA dem Bauvorhaben nicht opfern will.

Der AStA war mit der Planung des neuen Gebäudes bisher nicht zufrieden, weil dafür der Buchenwald neben dem Gebäude GC zum Teil gefällt werden muss. Wer jedoch einen Schlagabtausch zwischen Rektor Elmar Weiler und AStA-Vorsitzenden Jan Keitsch erwartet hatte, täuschte sich. Fast harmonisch berichteten Weiler und Keitsch nacheinander über das Bauvorhaben. Das erschien selbst Gastgeber und Moderator Bogumil eine Erklärung wert: „Es hat in den letzten zwei Wochen Gespräche gegeben, die Gegensätze sind jetzt nicht mehr so groß.“

Trotz aller Kompromisse bleiben die unterschiedlichen Standpunkte deutlich. Rektor Weiler betont die Einbindung des Projektes in den gesamten Sanierungs- und Modernisierungsplan der Ruhr-Universität (RUB), der mit dem Neubau des Gebäudes ID begonnen hat und nun mit der N- und G-Reihe sowie einem neuen Verkehrskonzept weitergeführt wird. Die Standortwahl für GD ist laut Weiler stark eingeschränkt: „Wir sitzen in einem Korsett“. Die RUB gleiche eher einem einzigen Gebäude als einem Campus und sei durch ihr ästhetisches Konzept nicht völlig frei in der Bauplanung. Dem Argument hält Keitsch entgegen: „Denkmalschutz ist nicht wichtiger als Umweltschutz.“

In dem neuen Entwurf rückt GD rund 30 Meter näher an GC heran. Ein Erfolg für beide Seiten: Das ästhetische Konzept bleibt erhalten und mehr Bäume bleiben stehen. Bei der anschließenden Plenumsdiskussion war die Informationspolitik der Universitätsleitung der schärfste Kritikpunkt. Dass die nicht optimal gelaufen ist, räumten Rektor und Dekane ein.