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Geburtenrate in Bochum leicht gestiegen

Kleiner Babyboom

Bochum bekommt mehr Babys. So lautete die erfreuliche Nachricht, die Bernd Hupfeld, zuständig für Statistik und Stadtforschung, am Montag vermeldete. Während die meisten anderen Städte immer weniger Geburten registrieren, geht in Bochum die Rate nach oben.

BOCHUM

von Von Daniel Sczekalla

, 25.02.2013 / Lesedauer: 3 min
Geburtenrate in Bochum leicht gestiegen

In Bochum gibt es einen kleinen Babyboom. Es soll weiter daran gearbeitet werden, die Stadt familienfreundlich zu gestalten.

So erblickten in der Stadt im vergangenen Jahr mit 2802 Geburten 150 Kinder mehr als im Vorjahr das Licht der Welt, eine Steigerung von sechs Prozent. Schon 2011 meldete die Stadt mit 75 Geburten eine Steigerung von drei Prozent. „Das sind richtig gute Zahlen“, sagt Hupfeld.

Zu den Gründen für den Anstieg konnte der Statistiker freilich nicht viel sagen. Wohl aber, dass Bochum eine „familienfreundliche Stadt“ sei, wie Dolf Mehring, Leiter des Jugendamtes, näher erläutert. Um daran auch weiterhin zu arbeiten, wurde im Dezember vom Rat ein Audit beschlossen. In den nächsten drei Jahren soll es Schwachstellen analysieren, um Bochum als familiengerechte Kommune weiter voranzubringen. Die Frage sei, was gesamtstädtisch getan werden kann, so Mehring. Dazu zähle zum Beispiel, den U3-Ausbau weiter voranzutreiben. Dafür sollen ab März zwei Mitarbeiter der Kita-Abteilung abgestellt werden und feste Ansprechpartner bei Problemen mit der Platzvergabe sein. „Jeder, der einen Bedarf hat, soll diesen ab März frühzeitig anmelden.“ Im Bereich der Betreuung von Drei- bis Sechsjährigen biete Bochum inzwischen eine Vollversorgung. Wer einen Platz möchte, bekommt ihn auch, so Mehring. Dem soll die U3-Betreuung in nichts nachstehen. Bis zum 1. August möchte die Stadt ihr Ziel erreichen, mit 2434 Plätzen den Bedarf von 33 Prozent zu decken. Insgesamt bestehe bei etwa 40 Prozent der jungen Familien Bedarf nach einer U3-Betreuung.

„Wir haben als einzige Stadt in NRW eine städtische Familienbildungsstätte“, weist Mehring auf eine Besonderheit hin. Von Anfang an soll hier Familien Unterstützung bei der frühkindlichen Erziehung gegeben werden. Ein Angebot, das im vergangenen Jahr immerhin 528 Kursteilnehmer wahrnahmen. Einen ebenfalls guten Schnitt verzeichnete das Begrüßungsteam: 85,56 Prozent aller neugeborenen Kinder seien erreicht worden. Bei dem Hausbesuch erhalten die Eltern Erstinformationen und einen Gutschein für die Teilnahmen in den Familienbildungsstätten. „Es sind keine Kontrollbesuche“, macht Mehring klar. Allerdings könne hier bereits erste Hilfe angeboten werden. Sei es bei finanziellen Problemen, bei Fragen zur Erstausstattung der Kinder oder gar bei Suchtproblemen in der Familie. Auch wenn die Zahl der Geburten in Bochum steigt, mehr Einwohner werden es dennoch nicht: Die Zahl der Sterbefälle lag auch im vergangenen Jahr mit 4482 deutlich über der Zahl der Geburten.