Geburtstagsfeier bei steifer Brise in 110 Metern Höhe

Gasometer Oberhausen

"Stehste auffem Gasometer im Sturmesbrausen und alles, watte siehst, is Oberhausen" - manch einem Besucher wird dieses Lied der Missfits bei der Geburtstagsfeier des Gasometers auf den Lippen gelegen haben. Denn in 110 Metern Höhe wehte am Samstagabend in der "ScheinBar" eine steife Brise.

OBERHAUSEN

, 17.08.2014, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geburtstagsfeier bei steifer Brise in 110 Metern Höhe

Der Gasometer Oberhausen kostet in den nächsten Jahren besonders viel Geld.

Wegwehen konnte sie die gute Stimmung allerdings nicht. Denn obwohl es zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Ausstellungshalle in Oberhausen heftig windete, nahmen viele der insgesamt 4000 Besucher an diesem Tag Fahrstuhl und Treppe, um von der Aussichtsplattform den Blick zu genießen.

Einige Mutige verweilten sogar länger, um an der temporären "ScheinBar" ein Bier zu trinken. "Ist doch super hier, schön erfrischend", fand Jörg Schlaupitz. Von der Ausstellung "Der schöne Schein" war er begeistert. "Diese großen Bilder auf Hochglanz gedruckt in dem alten Industriedenkmal zu sehen, war sehr interessant." Nach so vielen Eindrücken und der Dunkelheit im Gasometer täte so ein bisschen Wind ganz gut, befand seine Begleitung Bettina Boese. Und so standen die beiden hinter den Gittern der Dachterrasse und verglichen das große alte Panaromabild, das unten im Gasometer zu sehen ist, mit der Aussicht von heute.

Spiel mit Formen und Licht

Andere Besucher entspannten sich viele Meter tiefer auf den großen Sandsäcken liegend bei der Installation "320 Grad Licht". Das Spiel mit Formen und Licht fasziniert nicht nur Besucher, die zum ersten Mal auf die 100 Meter hohe Innenwand des Kolosses blicken.

Auch Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz ist von dem sich stetig wandelnden Bild, das 21 Projektoren an die Wand werfen, beeindruckt. Sie verrät, dass schon der Aktionskünstler Christo mit Projektionen in dem ehemaligen Gasspeicher arbeiten wollte. Aber die dunklen Wände schluckten das Licht, Christo ersann stattdessen "The Wall". "Heute funktioniert die Lichtinstallation, weil sich die Technologie verändert hat."

Gasometer Oberhausen: "Der schöne Schein", bis 30.12., Arenastraße 11, Di-So 10-18 Uhr.

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