Gedenkgottesdienst ein Jahr danach

Hochwasserkatastrophe

MARTEN Die Hochwasserkatastrophe, die weite Teile des Dortmunder Westens betroffen hat, jährt sich am 26. Juli. Aus diesem Anlass gibt es in der evangelischen Immanuel-Kirche am Bärenbruch einen Gedenkgottesdienst

von Von Arndt Brede

, 16.07.2009, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sah es nach dem Jahrhundertregen in den Straßen aus.

So sah es nach dem Jahrhundertregen in den Straßen aus.

Den Gottesdienst gestalten Pfarrer Gerrit Funke von der Elias-Gemeinde und Wohnungslosenseelsorger Alfons Wiegel. „Es ist ein Dank- und Gedenkgottesdienst“, betont Reinhard Gallen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Martener Vereine. Der Dank gelte allen, die mitgeholfen haben, die Folgen der Flut zu beseitigen und denen beizustehen, die betroffen waren. „Das sind vor allem die Hilfsorganisationen, das technische Hilfswerk und die EDG, aber auch die vielen privaten Helfer“, zählt Gallen auf. Und die Liste könnte noch länger sein. Nach dem Gottesdienst wird die Gedenkstele, geschaffen von der Bildhauerei Wüstefeld, im Kreuzungsbereich Bärenbruch / An der Wasserburg von den beiden Pfarrern enthüllt.

Sie sei als stetes Mahnmal gedacht, daran zu denken, „dass solche Ereignisse wegen des Klimawandels immer wieder geschehen können“, wie Gallen es ausdrückt. Die Stele, aber auch die Fotos und Dokumentationen der Katastrophe in der anschließenden Ausstellung im evangelischen Gemeindehaus sollen auch dazu beitragen, Emschergenossenschaft, Stadt und Politik in die Pflicht zu nehmen, alles zu tun, damit sich die Ausmaße und Folgen eines solchen Hochwasser nicht wiederholen, sagt Peter Schiefelbein, Chef der Aktionsgemeinschaft Martener Kaufleute. Zur Ausstellung kann jeder eigene Fotos mitbringen. Zum Gedenktag ist jeder eingeladen. „Vor allem diejenigen, die damals am meisten betroffen waren“, sagt Reinhard Gallen.

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