Geflügeltes Nashorn auf dem Borsigplatz erinnert an BVB-Spieler

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Auf dem Borsigplatz steht nun ein geflügeltes Nashorn. Der „Runde Tisch BVB und Borsigplatz“ war sich schnell einig, wer der Namenspate des Nashorns werden sollte.

von Alexandra Wachelau

Nordstadt

, 16.08.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Tag vor dem Start der Bundesliga haben sich am Borsigplatz schon mehrere BVB-Fans versammelt. Der Grund für die Versammlung ist schon von Weitem zu sehen: „Hoppy“, ein neues geflügeltes Nashorn auf der legendären Verkehrsführung in Dortmund, wurde feierlich enthüllt.

Geflügeltes Nashorn auf dem Borsigplatz erinnert an BVB-Spieler

Die Namensabstimmung hat sich schnell auf den Namen „Hoppy“ geeiningt. © Alexandra Wachelau

Geflügelte Nashörner haben sich seit der WM 2006 als Wahrzeichen der Stadt Dortmund etabliert. BVB-Spieler Dieter „Hoppy“ Kurrat, dem dieses Nashorn unter seinem berühmten Spitznamen gewidmet ist, wurde selbst im Viertel des Borsigplatzes geboren.

Das war 1942. Von 1960 bis 1974 spielte er beim BVB, danach war er sogar kurzzeitig Trainer der Borussen. Er erfreute sich während seiner Karriere einer großen Beliebtheit. Bis zu seinem Lebensende im Jahr 2017 war er im Ältestenrat von Borussia.

Spende der Firma, die Dortmunds Wahrzeichen herstellt

Franz-Josef Ingenmey vom „Runden Tisch BVB und Borsigplatz“ war mit an den Plänen für das geflügelte Nashorn in der Nordstadt beteiligt. „Es begann vor einem Jahr, als die Firma Bellluci wieder die Installation der Weihnachtsbeleuchtung übernahm“, erzählt er. Vor Ort sei Firmeninhaber Manfred Schepp aufgefallen, dass die von ihm hergestellten Nashörner noch nicht an präsenten Orten der Nordstadt zu finden seien. Man kam ins Gespräch.

Geflügeltes Nashorn auf dem Borsigplatz erinnert an BVB-Spieler

Auf dem Nashorn ist die Gründungsgeschichte des BVB abgebildet. © Alexandra Wachelau

„Letzten Endes wurde uns der Rohling des Nashorns von Herrn Schepp gespendet“, sagt Ingenmey. Der runde Tisch zeigte sich erfreut und begann, zusammen mit anderen Vereinigungen der Nordstadt, erste Entwürfe für das Tier zu gestalten. „Anfänglich haben wir noch Borsig-bezogene Namen gesammelt, um die einzelnen Merkmale der Nordstadt auf dem Nashorn zu bündeln“, so Ingenmey. Doch „Hoppy“ setzte sich schnell als eindeutiger Favorit durch, ein öffentlicher Namenswettbewerb besiegelte das Konzept schließlich.

„Ein gutes Andenken“ an den verstorbenen BVB-Spieler

Die Familie von Dieter Kurrat war am Tag der Enthüllung ebenfalls vor Ort. Sie zeigt sich gerührt von der Geste. „Es ist toll. Er hätte sich bestimmt sehr gefreut“, sagt die Tochter des Spielers, Sandra Lammert. Sie findet, dass es ein gutes Andenken an ihren 2017 verstorbenen Vater sei. „Die Nashörner hat er ja noch mitbekommen. Auch davon war er damals begeistert“, weiß sie.

Geflügeltes Nashorn auf dem Borsigplatz erinnert an BVB-Spieler

Die Familie findet, dass die Namensgebung ein gutes Andenken an den BVB-Spieler ist. © Alexandra Wachelau

Gestalterisch wurden prägnante Einzelheiten der BVB-Geschichte auf dem Nashorn umgesetzt. Neben einem obligatorischen Fanschal trägt „Hoppy“ eine Jeansweste mit Aufnähern, die die BVB-Gründungsgeschichte darstellen. Abgebildet sind beispielsweise die Dreifaltigkeitskirche, die Gaststätte „Zum Wildschütz“ und der Hoeschpark. Auf dem linken Flügel sind die Gründer des damaligen Ballspielvereins zu sehen.

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