Gefühlte Bundesliga in Wattenscheid

Regionalliga West

Einen Fußball-Klassiker bekommen die Zuschauer am Samstag (30.) um 14 Uhr im Lohrheidestadion geboten. Wenn die SG Wattenscheid in ihrem letzten Heimspiel des Jahres auf Alemannia Aachen trifft, ist dies für die SG 09 der Auftakt zu einer Serie von drei aufeinanderfolgenden Duellen, in denen sich die Wege ehemaliger Bundesligisten kreuzen.

WATTENSCHEID

29.11.2013, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dem Motiv des Förderturms der Zeche Holland laufen die SG09-Fußballer, hier Ali Issa und Patrck Andersen, gegen Aachen auf.

Mit dem Motiv des Förderturms der Zeche Holland laufen die SG09-Fußballer, hier Ali Issa und Patrck Andersen, gegen Aachen auf.

Das Heimspiel gegen Alemannia Aachen soll den Zuschauern noch einmal ein Highlight bescheren, das auch auf sportlicher Ebene eine erhebliche Brisanz birgt. Den sportlichen Niedergang, den die Wattenscheider in den vergangenen beiden Jahrzehnten erleben mussten, erfahren die Aachener gegenwärtig am eigenen Leib.

Während die Vereinsführung der Alemannia diese Spielzeit als ein Jahr des Wiederaufbaus betrachtet und den Klassenerhalt als Saisonziel ausgab, weckte ein gelungener Start mit drei Siegen aus den ersten vier Begegnungen bei den nach wie vor überaus zahlreich präsenten Anhängern völlig andere Begehrlichkeiten, die sich nicht mit einem zwölften Platz decken, den die Alemannia derzeit belegt.Distanz zur Abstiegszone

Das Duell mit Aachen ist für das Team von André Pawlak eine Chance, sich ein Stück von der Abstiegszone abzusetzen und mit dem angepeilten dritten Saisonsieg bis auf einen Zähler an den direkten Konkurrenten heranzurücken. "Die Bedeutung dieses Spiels liegt auf der Hand. Zum einen ist es unglaublich, dass meine Mannschaft ein Punktspiel gegen Alemannia Aachen bestreiten darf. Vor zwei Jahren war Aachen noch Zweitligist, wir in der sechsten Liga," sagt Pawlak.18 Punkte in der Hinrunde

Die Serie von zuletzt drei Spielen ohne Niederlage soll fortgesetzt werden. "Wir wollen die drei Punkte. Wir werden den Gegner zu Fehlern zwingen", lässt der Cheftrainer keine Zweifel aufkommen. "Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen. Wir wollen im letzten Heimspiel des Jahres etwas abliefern. Wir können unser selbst gestecktes Minimalziel, in der Hinrunde 18 Punkte zu holen, vorzeitig erreichen."

In Sachen Personal ist die SG Wattenscheid 09 bestens gerüstet für das traditionsreiche Duell. Bis auf Christian Melchner, der mit einem Muskelfaserriss bis zur Winterpause nicht zur Verfügung steht, hat André Pawlak keine Ausfälle zu beklagen.