Gegner des Container-Terminals geben sich kämpferisch

Verkehr

Viele Bürger, Firmen und Lokalpolitiker wehren sich als „Zusammenschluss-Dortmund“ gegen die neue Kombinierte Verkehrsanlage (KV-Anlage), die auch Deusen und Huckarde betrifft. Am Donnerstag (5.7.) beschäftigt sich die Bezirksregierung in Huckarde mit allen Einwänden zum Thema. Die Gegner fühlen sich gewappnet.

DEUSEN

von Von Matthias vom Büchel

, 04.07.2012 / Lesedauer: 2 min
Gegner des Container-Terminals geben sich kämpferisch

So demonstrierten die Huckarder gegen die neue KV-Anlage.

Sandra Rose, Sprecherin des Zusammenschlusses, bemängelt: „Nie wurde uns begründet, warum die Entscheidung über den Standort so dringend ist, dass der Landesbeauftragte Heinze sie jetzt durchboxen musste.“ Diese Frage werde ein Wahlkampfthema sein. Kündigen die Gegner an.„Eine Entscheidung zu treffen, bevor die Anhörung der Bezirksregierung Arnsberg wegen der Einwendungen der Anwohner durchgeführt ist, ist eine grobe Missachtung aller demokratischen Grundsätze“, so Grünen-Sprecherin Ulla Hawighorst. Die Gegner der Anlage haben inzwischen eine eigene Webseite aufgebaut und erwägen die Gründung eines Vereins, um einzelne Mitglieder mit Spendengeldern bei der Klageführung zu unterstützen. Nach Meinung von Claudia Brückel (CDU) hätten alle bisher geführten Gespräche mit den Projektplanern die Bedenken der KV-Gegner nur noch verstärkt.

Die Grünen wollen ein alternatives Verkehrskonzept und Lösungen, die sofort spürbar sind. Denn ein angekündigtes „Verkehrskonzept Hafen“ sei Zukunftsmusik.  Annegret Meyer von der DUW kritisiert, dass DSW21 und Hafen AG auf die Verantwortung der Politik verweise, wenn es um die Verkehrsbelastung gehe. Während die Kritik der Huckarder Grünen auch von deren Ratsfraktion gestützt wird, stellt der wirtschaftspolitische Sprecher der Rats-CDU Uwe Waßmann in einer Stellungnahme klar, dass die Union hinter der Anlage steht.

„Es macht mir Sorge, dass bei jeder wichtigen Maßnahme in dieser Stadt, die Verkehr mit sich bringt oder Flächen beansprucht, sofort Gruppierungen Widerspruch einlegen“, so Waßmann. Wer ein solches Klima schüre, handele verantwortungslos und nicht im Interesse der Stadt und der Mehrheit der Bevölkerung.

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