Geisterboot unterwegs

Ein leeres, angetriebenes Kanu löste am Dienstag an der Ruhr einen Großeinsatz aus, weil Polizei und Feuerwehr davon ausgingen, dass jemand aus dem Boot ins Wasser gefallen war.

11.07.2007, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bommern  Ein Geisterkahn hielt am Dienstag Polizei und Feuerwehr auf Trab. Gegen 17 Uhr wurde ein herrenloses Kanu auf der Ruhr in Höhe der Bommeraner Brücke entdeckt. Die ersten Bergungsversuche durch die Polizei blieben auf Grund der steilen Uferböschung und der starken Vegetation ohne Erfolg. Deshalb trat die Berufsfeuerwehr Witten in Aktion. Sie ließ an der Schleuse Rosendahl ihr Mehrzweckboot zu Wasser. Die Bootsbesatzung fuhr dann die Ruhr stromaufwärts Richtung Bommern und entdeckte das Kanu im Uferbereich. Das Kanu wurde am Boot der Feuerwehr befestigt und anschließend zur Anlegestelle an der Uferstraße geschleppt. Dort wurde das Kanu der Polizei übergeben. Da angenommen werden musste, dass jemand aus dem Boot herausgefallen war, wurden die Uferbereiche mit einem Hubschrauber überflogen – ohne Erfolg. Der gesamte Einsatz dauerte eineinhalb Stunden.