Gemälde, die aus dem Rahmen springen wollen

Ausstellung Galerie Uterman

Mehr als 30 Gemälde, Aquarelle und Tuschen von Hann Trier zeigt die Galerie Utermann in der Dortmunder Innenstadt von heute an bis 24. Oktober.

DORTMUND

, 15.09.2015, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemälde, die aus dem Rahmen springen wollen

„Doppelgänger III“ heißt dieses Bild, das hier im Ausschnitt zu sehen ist. Hann Trier malte es 1990.

Die Bilder stammen aus 53 Jahren. Die frühen Aquarelle und Mischtechniken sind abstrakte Farb- und Formakkorde mit breitem Strich und harten Kontrasten. Die späteren Tuschen und Gemälde, die dem Informel zugerechnet werden, sind im Strich ungleich feiner, abwechslungsreicher, malerischer, ausdrucksstärker und in der Dynamik ihrer Kompositionen scheinbar unbezähmbar – die Ausstellung ermöglicht interessante Vergleiche.

Trier kam 1915 zur Welt, war Baby in Düsseldorf, Schüler in Köln, Austauschschüler in Frankreich, Student an der Kunstakademie in Düsseldorf, Soldat im Zweiten Weltkrieg, technischer Zeichner in Berlin, ab 1950 Empfänger renommierter Kunstpreise, Reisender in Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Mexiko, Yukatan und New York.

Zwischen 5000 und 50 000 Euro

Ab 1955 unterrichtete er Malerei in Hamburg und Berlin, war unter anderem Lehrer von Georg Baselitz, führte monumentale Wand- und Deckenbilder aus, zum Beispiel im Wallraf-Richartz-Museum Köln. Die Bilder in der Galerie kosten zwischen etwa 5000 und 50 000 Euro. Die Galerie betont, dass ebenso wie potentielle Käufer auch alle anderen Kunstinteressierten willkommen sind.

Zur Vernissage am 16. 9., 19 Uhr, kommt Triers Ehefrau Renate Mayntz-Trier, Kunsthistorikerin Anne Ganteführer-Trier spricht zur Einführung.