Gemeindezentrum für neuapostolische Gemeinden

Ruinenstraße

Die Gemeinden Aplerbeck-Mitte, Sölde und Schüren haben fusioniert. Lange fehlte ein passendes Gebäude. Jetzt wird ein neues Gemeindezentrum gebaut. Die Planungen versprechen einige Vorzüge für Mitglieder und Gäste.

APLERBECK

von Von Jörg Bauerfeld

, 14.02.2012 / Lesedauer: 3 min
Gemeindezentrum für neuapostolische Gemeinden

Günter Lohsträter zeigt die Pläne für das neue Gemeindezentrum an der Ruinenstraße. Links die Gebäude in der Außenansicht, rechts der großzügig geplante Innenraum.

„Die Fusion der drei Gemeinden ergab sich aus der demografischen Entwicklung der letzten Jahre“, sagt Günter Lohsträter, Öffentlichkeitsbeauftragter und Gemeindebeauftragter der Gemeinde Aplerbeck-Mitte der Neuapostolischen Kirche.  Durch den Zusammenschluss fehlte jedoch ein entsprechend großes Gebäude für die insgesamt rund 500 Gemeindemitglieder der Fusion. Weder die Häuser in Sölde und Schüren noch die jetzt abgerissene Kirche waren groß genug. Also hilft nur ein Neubau.Finanziert wird der Bau an der Ruinenstraße im Übrigen durch ein Sonderbudget der Neuapostolischen Kirche NRW. Und die Gemeindemitglieder können sich auf ein hochmodernes Gemeindezentrum mit allen Annehmlichkeiten freuen.

 Allein der Kirchenraum wird im unteren Bereich 170 Personen Platz bieten. Daran anschließend ein großer Versammlungsraum mit Küchenzeile, „der sicher auch einmal auf Anfrage zum Beispiel für Vereine vor Ort zur Verfügung stehen könnte“, so Lohsträter. Dazu kommen noch 68 Sitzplätze auf der Empore.  Sogar einen Spielraum für Eltern mit kleinen Kindern wird es geben, der durch eine Glasscheibe getrennt ermöglicht, am Gottesdienst teilzunehmen.

 Mit dem Bau des neuen Gemeindezentrums und der damit verbundenen Fusion kehrt die Neuapostolische Kirche auch wieder zurück zu ihren Wurzeln. Denn nach den großen Zuwächsen der Gemeinde bildeten sich 1950 erst die Gemeinde Sölde und neun Jahre später die Gemeinde Schüren. Hier wird der Gottesdienstbetrieb noch aufrecht erhalten, bis der Neubau an der Ruinenstraße steht. Was mit den Immobilien und Grundstücken dann geschieht, steht noch nicht fest. Um in eine neue Zukunft zu starten, dreht die Neuapostolische Kirche in Aplerbeck also die Uhr zurück.

Aus drei Gemeinden mach wieder eine – mit neuem Gemeindezentrum. Das bekommt neben den modernen Gebäuden auch eine neue Orgel.  „Eine Pfeifenorgel aus einer Gemeinde in Köln-Nippes“, sagt Günter Lohsträter, der für die Eröffnung, die, wenn das Wetter mitspielt, für Ende 2012 geplant ist, ein großes Orgelkonzert verspricht.  

  • Die Neuapostolische Gemeinde Aplerbeck wurde im August 1917 gegründet. Ein ehemaliger Stall dient als Versammlungsstätte.
  • 1928 folgte der Umzug an die Ruinenstraße 5. In einen ehemaligen Kinosaal.
  • 1950 (Sölde) und 1959 (Schüren): Gründung neuer Gemeinden.
  • 2008 Planung der Gemeindefusion zurück zu einer Gemeinde.

 

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