Geschichte und Quellen der Deutschordenskommenden im Ruhrgebiet am Beispiel der Kommende Welheim

Werner Bergmann, Otto Dickau, Heinz-Jürgen Kamp

Kein Krimi, kein Follett, keine Fußballer-Biografie, kein Hirschhausen. Nur retro. Dieses Buch handelt von früher, beleuchtet ein Stück Regionalgeschichte.

06.10.2017, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kommenden haben als Niederlassungen der Ritterorden in Duisburg, Bottrop (Welheim) und Dortmund (Brackel) von ihren Gründungen im 13. Jahrhundert an über gut fünf Jahrhunderte die regionale Historie mitbestimmt. Die Urkunden der Kommende Welheim beschreiben den Alltag der „kleinen Leute“, das tägliche Leben in einer landwirt-schaftlich geprägten Region; es geht um Weiderechte, Abgaben und Eigentumsübertragungen.

Den in lateinischer Sprache verfassten Urkunden wurde eine zeitgemäße Übersetzung an die Seite gestellt. „Sie beleuchten die feudale Lebenswelt der überwiegend geistlichen Herrschaften, der Ordensritter, Mönche, Nonnen und Stiftsdamen, die nicht nur den Grund und Boden, sondern auch die darauf lebenden Menschen als frei verfügbares Eigentum betrachteten, das ihre Einkünfte si-cherte.“

Im letzten Kapitel werden die Namen derer, über die verfügt wurde, verzeichnet; die Namen unsere Vorfahren. Styne Bachem, Bulo Bartberg, Heyne to den Berkvelde und all die anderen sind nun endlich Geschichte. Retro kann schön sein.

Werner Bergmann, Otto Dickau, Heinz-Jürgen Kamp: Geschichte und Quellen der Deutschordenskommenden im Ruhrgebiet am Beispiel der Kommende Welheim, 272 S., Henselowsky Boschmann, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942094-74-0.