Gesperrter Emscherweg: Spaziergang trotz Bombensuche

Bauzäune illegal entfernt

Die Männer vom Kampfmittelräumdienst können es nicht fassen: Während sie nach Weltkriegsbomben suchen, suchen Spaziergänger auf dem Emscherweg in Deusen nach Erholung. Zäune und Hinweisschilder ignorieren sie. Jetzt hat sich die Emschergenossenschaft eingeschaltet.

DEUSEN

14.08.2015 / Lesedauer: 2 min
Gesperrter Emscherweg: Spaziergang trotz Bombensuche

Die Bauzäune wurden von Spaziergängern einfach an die Seite geschoben oder umgeworfen.

"Allein schon im Interesse der eigenen Sicherheit sollten Spaziergänger nicht unerlaubt den Weg betreten", appelliert Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft an die Vernunft der Spaziergänger. Die Emschergenossenschaft bittet die Bürger eindringlich darum, die Absperrungen zu respektieren und die sich in unmittelbarer Nähe befindliche Umleitungsstrecke zu benutzen.

Abgeriegelt ist ein Teil des Emscherwegs in Deusen. Die Sperrung beginnt nördlich der Lindberghstraße und endet an der Fußgängerbrücke am Ährenweg. Grund: "Es werden Bombenverdachtspunkte auf dem Gelände der Emschergenossenschaft sondiert“, berichtet Ilias Abawi. "Dies erfolgt durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg."

Auf der Suche nach Blindgängern

Deshalb gibt es inzwischen viele Bohrlöcher auf dem gesperrten Weg. Man kann leicht umknicken, wenn man nicht aufpasst. Aber das ist noch die kleinere Gefahr. Denn die Experten suchen dort immerhin nach Blindgängern aus dem Krieg. 

Die Maßnahme gehört zu den Vorbereitungsarbeiten für die ökologische Aufwertung der Emscher von Deusen bis Dinslaken. Die ist für 2018 geplant, die Planungen haben gerade begonnen. Die Sperrung des Emscherwegs dauert noch bis Ende August. So lange sollten Spaziergänger die Umleitungsstrecke über den Rundweg der Mountainbike-Arena auf dem Deusenberg nutzen.

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