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Gesuchter Blogger Johannes Korten (42) ist tot

Abschiedsbrief im Internet veröffentlicht

Johannes Korten ist tot. Das teilte die Polizei am frühen Montagnachmittag mit. Der 42-jährige Bochumer war ein bekannter Blogger und galt seit Sonntagnacht als vermisst. Vor seinem Verschwinden hatte er im Internet einen Abschiedsbrief veröffentlicht, in den sozialen Netzwerken hatten sich daraufhin Tausende User an Korten gewandt.

BOCHUM

, 25.07.2016 / Lesedauer: 2 min
Gesuchter Blogger Johannes Korten (42) ist tot

Der Blogger Johannes Korten ist am 25. Juli tot aufgefunden worden.

"Der seit dem 25. Juli vermisst gemeldete Johannes Korten konnte in den Mittagsstunden durch die Polizei nur noch tot in Bochum aufgefunden werden. Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben sich nicht." Mit diesen zwei Sätzen teilte die Polizei Bochum am frühen Montagnachmittag mit, was Tausende zuvor befürchtet hatten.

"Es hat nicht gereicht"

Der Bochumer Blogger Johannes Korten hat sich das Leben genommen. Der 42-jährige betrieb unter anderem den Blog Jazzlounge. Hier hatte er noch am frühen Montag einen Eintrag mit der Überschrift "Am Ende" veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem gleich zu Beginn: "Ein Stuhl bleibt leer. Zumindest eine zeitlang. Bis er jemandem Neuen gehört. Mehr wird es nicht sein, wenn ich aufgehört habe zu denken." Auch die weiteren Worte lesen sich wie ein Abschiedsbrief. Ebenfalls am frühen Montag twitterte Korten: "Es hat nicht gereicht für ein ganzes Leben."

Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, über der Bochumer Innenstadt kreiste am Montagvormittag ein Hubschrauber. Twitter-Nutzer wandten sich unter dem Hashtag "wirfuerhannes" in Tausenden Tweets direkt an Korten. Kurz nach Bekanntwerden seines Todes äußerten zahlreiche Nutzer ihr Mitgefühl und ihre Trauer.

 

Dieses Internet schafft eine Nähe die in einem Moment schön & im nächsten unerträglich ist. #guteReiseJohannes#rip#wirfuerhannes

— Christine Dingler (@punktefrau)

 

 Viel Bekanntheit in den sozialen Medien hatte Johannes Korten im vergangenen Jahr mit der Aktion "#einbuchfuerkai" erreicht . Er rief damit dazu auf, den Roman "Willkommen im Meer" von Kai-Eric Fitzner zu kaufen. Der Autor lag damals nach einem Schlaganfall im Koma, seine Familie war in großer finanzieller Not. Durch den Aufruf wurde der Roman zum Bestseller. 

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