Gesund naschen: 3 Dessert-Rezepte für Figur-Bewusste

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Abspecken, gesund Leben und trotzdem den Nachtisch genießen? Das geht! Viele Rezepte kommen ohne Industriezucker und tierische Produkte aus. Kuchen, Eis und Kekse können so gesund sein!

18.06.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 4 min

In Zeiten des Home-Offices liegen der Kühlschrank und der kleine Snack für zwischendurch so nah. Nach getaner Arbeit ist Zeit zum ausgiebigen Kochen und Genießen. Auf dem Sofa ist es so bequem und das selbstgemachte Popcorn ist so lecker... So oder so ähnlich entstanden während der Corona-Krise einige Pfunde. Auf dem Weg zur alten Form hilft einerseits Sport, andererseits aber auch gesunde Ernährung. Die gute Nachricht: Naschen ist weiterhin erlaubt!

Es gibt viele Rezepte, die richtig gut für den Stoffwechsel sind und nicht sofort auf die Hüften schlagen. In einigen Rezepten werden jedoch Zutaten verwendet, die es nicht in jedem Supermarkt, sondern eher im Bioladen oder Reformhaus zu kaufen gibt. Drei einfache und gesunde Rezepte ohne exotische Zutaten stelle ich Ihnen nun vor.

Die nette Eiscreme: Nicecream

Massenweise Zucker steckt in industriell hergestelltem Eis. Farb- und Zusatzstoffe sowie Fett durch Sahne kommen häufig noch dazu. Doch das muss nicht sein: für gesunde Eiscreme, die „Nicecream“, ein Wortspiel aus nice (nett) und icecream, braucht man lediglich drei Zutaten. Wer ohnehin gerne Obst isst, hat sie vermutlich auch schon daheim. Ganz ohne Eismaschine lässt sich im Handumdrehen ein leckeres, cremiges Eis herstellen.

Alle guten Dinge sind drei: Die Zutaten für die Nicecream.

Alle guten Dinge sind drei: Die Zutaten für die Nicecream. © Sylva Witzig

Grundlage dafür sind Bananen. Die werden im Vorfeld klein geschnitten und eingefroren und können mit allerlei Obst kombiniert werden - beispielsweise mit Himbeeren. Damit der Mixer nicht unnötig zu kämpfen hat, empfiehlt es sich, größere Früchte auf Beerengröße vorzuschneiden. Dann kann es schon losgehen. Mein Rezept ergibt etwa 500 Milliliter, also rund drei Portionen Eis.

Zutaten

3 Bananen geschält, kleingeschnitten, gefroren

125 Gramm Himbeeren

1 Esslöffel Ahornsirup

Zubereitung

Zunächst werden die Himbeeren bzw. das gewählte Obst zusammen mit dem Ahornsirup püriert. Dann kommen die gefrorenen Bananenstücke hinzu. Die Masse wird bestenfalls gemixt, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Sollte der Pürierstab oder Mixer an dieser Stelle kapitulieren, ist das auch nicht weiter schlimm: Das Eis schmeckt auch mit Stückchen wunderbar.

Die fertige Nicecream.

Die fertige Nicecream. © Sylva WItzig

Und schon ist das Eis verzehrfertig. Reste können wieder eingefroren werden - allerdings wird das Eis nach einer Weile im Gefrierfach knüppelhart. In diesem Fall kann man den Eisblock kurz in die Mikrowelle schieben, um ihn anzutauen. Das schadet dem Geschmack des Eises nicht.

Lecker! Die Nicecream schmeckt fruchtig-frisch.

Lecker! Die Nicecream schmeckt fruchtig-frisch. © Maximilian Konrad

Warum gesund?

  • Rund 100 Kalorien pro 100 Gramm. Klassisches Speiseeis hat in der Regel das Doppelte und sahniges Eis wie Ben & Jerrys das Dreifache. Hier kann man also ohne schlechtes Gewissen einen Löffel mehr nehmen.
  • Keine Zusatzstoffe.
  • Kein Zucker: Ahornsirup beinhaltet gesunde Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Magnesium, Vitamin B und Eisen und hat dazu weniger Kalorien als Zucker oder Honig. Im Gegensatz zu Honig ist Ahornsirup auch noch vegan.
  • Bananen machen satt, enthalten viel Kalium und B-Vitamine.

Low-Carb-Apfelkuchen ohne Zucker und Mehl

Wer nicht nur abnehmen, sondern auch an Muskeln zulegen möchte, hat vermutlich schon von der Low-Carb-Diät gehört. Dabei werden wenig Kohlehydrate und mehr gesunde Fette und Proteine aufgenommen, welche wiederum für den Muskelaufbau wichtig sind. Kuchen enthält naturgemäß Mehl und Zucker und damit einige Kohlehydrate.

Die Zutaten für den Low-Carb-Apfelkuchen.

Die Zutaten für den Low-Carb-Apfelkuchen. © Sylva Witzig

Folgender Apfelkuchen verzichtet auf diese typischen Kuchenzutaten und schmeckt dennoch super. Die einzige Zutat, die nicht ganz alltäglich ist, ist Kokosmehl. Inzwischen gibt es das jedoch in jedem gut sortierten Supermarkt. Aus dem Apfelkuchen lässt sich nach Gusto auch ein Kirschkuchen machen.

Zutaten
2 große / mehrere kleine Äpfel

3 Eier

50 Gramm gemahlene Mandeln

50 Gramm Kokosmehl

1 Teelöffel Backpulver

2 Esslöffel Honig (wahlweise auch Agavendicksaft oder Ahornsirup)

80 Milliliter Öl oder Butter

Zubereitung

Schälen sie zuerst die Äpfel und schneiden sie in Scheiben. Alle anderen Zutaten werden zu einem cremigen Teig vermengt und in eine eingefettete und mit Paniermehl ausgestreute Springform gegeben. Je nachdem ob der Teig fluffig oder knusprig sein soll wählen sie entweder eine 20cm oder 26cm Springform. Für eine 28cm-Form reicht der Teig definitiv nicht aus.

Der Low-Carb-Apfelkuchen unterscheidet sich in seiner Konsistenz kaum von einem herkömmlichen Apfelkuchen. Der Boden ist sehr luftig.

Der Low-Carb-Apfelkuchen unterscheidet sich in seiner Konsistenz kaum von einem herkömmlichen Apfelkuchen. Der Boden ist sehr luftig. © Maximilian Konrad

Verteilen Sie nun die Äpfel im Kreis auf dem Boden und drücken diese leicht in den Teig. Dann kommt der Kuchen für 20 - 35 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen.

Warum gesund?

  • Kein weißer Zucker
  • Kokosmehl ist glutenfrei, protein- und ballaststoffreich und hat wenig Kohlehydrate. Es wirkt verdauungsfördernd, beinhaltet die Vitamine C, B6 und B2. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Kalzium, Eisen, Mangan und Zink.
  • Mandeln enthalten gesunde Fette, sind proteinreich und kohlehydratarm. Außerdem sind sie gut für den Stoffwechsel, die Haut und das Immunsystem.

Erdnuss-Hafer-Cookies

Zur Teatime gehören Kekse. Die müssen nicht zwangsläufig Zuckerbomben sein. Das folgende Rezept schmeckt wie eine Fusion aus niederländischen Erdnusskeksen und schwedischen Haferplätzchen. Ungesalzene Erdnüsse gibt es im Supermarkt üblicherweise entweder im Bio-Regal oder in großen Beuteln zum selber schälen.

Die Zutaten für die Erdnuss-Hafer-Kekse.

Die Zutaten für die Erdnuss-Hafer-Kekse. © Sylva Witzig

Wer sich die Schäl-Arbeit nicht machen will, bekommt ungesalzene Erdnüsse von haushaltsüblichen Verpackungsgrößen bis hin zum 5-Kilo-Sack im Asialaden. Kokosöl finden Sie in der Asia- oder Bioabteilung größerer Supermärkte. Ansonsten können Sie es auch durch Sonnenblumenöl ersetzen.

Zutaten

100 Gramm Dinkelvollkornmehl

100 Gramm Haferflocken zart

50 Gramm Erdnüsse natur, ungesalzen

1 Prise Salz

1 Päckchen Backpulver

2 Esslöffel Kokosöl

80 Milliliter Ahornsirup

3-4 Esslöffel Wasser

Zubereitung

Heizen Sie den Ofen auf 150 Grad Umluft vor. Mischen Sie Mehl, Haferflocken, Salz, Zimt und Backpulver in einer Schüssel. Die Erdnüsse hacken Sie grob und geben sie dann dazu. Ahornsirup, Wasser und Kokosöl zu der Mehl-Mischung geben und alles zu einem Teig verkneten.

Der Teig der Erdnuss-Hafer-Kekse.

Der Teig der Erdnuss-Hafer-Kekse. © Sylva Witzig

Wenn der Teig zu trocken ist, einfach etwas mehr Wasser dazugeben. Aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf ein Backblech mit Backpapier geben. Die Kugeln mit einem Keksstempel oder den Fingern platt drücken und für 10-15 Minuten im Ofen goldbraun backen.

Der fertige Erdnuss-Hafer-Keks.

Der fertige Erdnuss-Hafer-Keks. © Maximilian Konrad

Warum gesund?

  • Vollkornmehl enthält viele Ballaststoffe und ist daher besser für die Verdauung als weißes Mehl. Bei der Produktion von hellem Mehl gehen zwei Drittel der gesunden Mineralien verloren.
  • Haferflocken enthalten viele Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamine, machen satt und enthalten im Vergleich zu anderem Getreide recht viel Proteine.
  • Erdnüsse enthalten unter anderem viel Eisen, Magnesium und Phosphor und sind eine pflanzliche Proteinquelle, die satt macht.
  • vegan
  • kein weißer Zucker

Jetzt lesen

  • Zum Abschluss noch ein Tipp: Auf eatsmarter.de finden Sie etliche gesunde Rezepte. Dort können Sie nach verschiedenen Ernährungsformen filtern und Rezepte mit Lebensmitteln, die sie nicht mögen, herausfiltern.
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