Gib allem Farbe: Ausstellung erinnert an Ignatius Geitel

Zum 100. Geburtstag

100 Jahre alt wäre Ignatius Geitel am 15. November geworden. An diesem Tag lädt Inge Diergardt zur Ausstellung „Gib allem seine Farben“ in das ehemalige Atelier des Künstlers an der Kemnader Straße ein. Es ist der dritte Teil einer kleinen Reihe, mit der in diesem Jahr an den bedeutenden Bochumer Künstler erinnert wird, der 1985 starb.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 13.11.2013, 08:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Inge Diergardt zeigt unter anderem Portraits aus den 50er-Jahren von Ignatius Geitel.

Inge Diergardt zeigt unter anderem Portraits aus den 50er-Jahren von Ignatius Geitel.

Termine:
Die Eröffnung ist am Freitag, 15. November, um 19 Uhr an der Kemnader Straße 14a. Hans Hanke wird in das Werk einführen, persönliche Erinnerungen kommen von Hanspeter Knirsch. „Gib Allem seine Farben“ ist außerdem zu sehen am 16. und 17. November, 15 bis 19 Uhr, danach nach telefonischer Absprache unter Tel. (0234) 47 13 78. Die Werke sind verkäuflich.

Erste Bilder entstanden in den 1930er-Jahren: Portraits, ein eindrucksvolles Abendmahl-Bild oder ein Gemälde, das an sein damaliges Vorbild Munch erinnert. Lichter, farbiger zeigen sich Werke, die in den 1970er-Jahren entstanden, als Geitel in Italien lebte. So zeigt die Ausstellung rund 50 Bilder und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden – Landschafts-, abstrakte und figurative Malerei. Geitels Kunst war beeinflusst von Expressionismus bis Informel.

Mit Fotografien erinnert Inge Diergardt, die langjährige Lebensgefährtin und Nachlassverwalterin Geitels an die Glaskunst. Vor allem in den 1950er-Jahren war Geitel produktiv. Erst 1949 nach zehnjähriger Zwangspause aus Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrt, holte er die verlorenen Jahre nach. Allein in Bochum schuf er 30 Glasarbeiten für Kirchen oder öffentliche Gebäude wie das Stadtwerke-Haus, den Hauptfriedhof oder das Berufskolleg am Ostring. Einige Werke wie das Fenster aus dem Erfrischungsraum im Kortum-haus sind zerstört. Die meisten Werke existieren noch, wenn auch den meisten Menschen nicht mehr bewusst ist, von wem sie stammen. Andere Arbeiten lagern beispielsweise im Stadtarchiv. Sie gilt es, wieder ins Licht zu holen.  

Termine:
Die Eröffnung ist am Freitag, 15. November, um 19 Uhr an der Kemnader Straße 14a. Hans Hanke wird in das Werk einführen, persönliche Erinnerungen kommen von Hanspeter Knirsch. „Gib Allem seine Farben“ ist außerdem zu sehen am 16. und 17. November, 15 bis 19 Uhr, danach nach telefonischer Absprache unter Tel. (0234) 47 13 78. Die Werke sind verkäuflich.