Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

GLS Bank: Traumbilanz trotz Finanzmarktkrise

BOCHUM Fast täglich werden neue Verlierer der Finanzmarktkrise bekannt. Die Bochumer GLS Bank zählt nicht dazu. Entgegen aller besorgniserregenden Entwicklungen am Finanzmarkt bleibt das sozial-ökologische Geldinstitut weiter auf Wachstumskurs.

von Von Christoph Walter

, 05.02.2009
GLS Bank: Traumbilanz trotz Finanzmarktkrise

Dank der Traumbilanz bestens gelaunt: die GLS-Bank-Vorstände (v.l.) Andreas Neukirch, Thomas Jorberg und Reiner Scheiwe.

Bestens gelaunt legte Vorstandssprecher Thomas Jorberg am Donnerstag beeindruckende Zahlen vor. Demnach konnte die GLS Bank im Geschäftsjahr 2008 die Milliarden-Marke knacken und ihre Bilanzsumme von 796 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 1,013 Milliarden Euro steigern. Beträchtlich erhöht werden konnte laut Jorberg auch das Eigenkapital mit einem Plus von 19,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 55 Millionen Euro.

Den Grundstein für diese Erfolge in finanzwirtschaftlich höchst schwierigen Zeiten hat die GLS Bank bereits bei ihrer Gründung vor 35 Jahren gelegt: Das Unternehmen setzt auf Transparenz, veröffentlicht sämtliche vergebene Kredite und seit neuestem auch die Eigenanlagen. Das wissen die Kunden offenbar zu schätzen. „Wegen der Finanzmarktkrise herrscht allgemein große Verunsicherung – aber nicht bei uns“, sagte Jorberg – und freut sich über einen deutlichen Kundenzuwachs von 55 000 (2007) auf 62 000. Die nahmen Kredite in Höhe von 613,3 Millionen Euro (plus  26,6 Prozent gegenüber 2007) und brachten 840,5 Millionen Euro Einlagen (plus 26,1 Prozent).

Mehr Arbeit also – für entsprechend mehr Mitarbeiter. Aktuell beschäftigt die GLS Bank 227 Angestellte gegenüber 180 im Jahr 2007. 140 arbeiten im Hauptsitz Bochum. Neue Filialen hat das Unternehmen in Berlin und München eröffnet. „Stabil“ entwickelten sich laut Jorberg die Bankgeschäfte in den Bereichen Erneuerbare Energien, Photovoltaik, seniorengerechtes Wohnen und Bildung. In der Bio-Branche sei der Markt leicht rückläufig – „der wächst gerade eher in Osteuropa“. Insgesamt ist seine Prognose für die nächsten zwei Jahre vielversprechend: Je 20 Prozent Wachstum in 2009 und 2010 seien realistisch. „Allein im Januar dieses Jahres haben wir um 3,5 Prozent zugelegt“, sagte Jorberg. Um für diese rosige Zukunft am Standort Bochum ausreichend räumliche Kapazitäten zu schaffen, will die GLS Bank im nächsten Jahr mit der Sanierungsplanung für den benachbarten früheren ThyssenKrupp-Verwaltungsbau an der Christstraße beginnen.