Gluck-Festspiele: Drei Mal Iphigenie - einmal Garanca

Mit dem lettischen Opernstar Elina Garanca (39) werden in diesem Jahr die Internationalen Gluck Opern-Festspiele in Nürnberg eröffnet.

Nürnberg (dpa)

18.03.2016, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Eröffnungsgala am 16. Juli sei mit Werken von Georges Bizet, Jules Massenet und Camille Saint-Saens «überwiegend französischer Herkunft» und zeige Glucks Wirkungsmacht auf ihm nachfolgende Komponisten, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Bei dem zweiwöchigen Festival werde gleich dreimal die «Iphigenie» aufgeführt - von verschiedenen Komponisten: Gluck, Niccolò Piccinni und Luigi Cherubini.

Uraufgeführt wurden die drei Werke im Paris der Vor-Revolution. Zwei davon seien noch nie östlich des Rheins gespielt worden und erlebten bei den Gluck Festspielen konzertant ihre deutsche Erstaufführung. Glucks «Iphigenie en Tauride» von 1779 werde erstmals seit 116 Jahren in der Fassung des damals jungen und noch unbekannten Richard Strauss aus dem Jahr 1890 aufgeführt. Eine weitere deutsche Erstaufführung sei Glucks Be- und Umarbeitung seiner Erfolgsoper «Orpheus und Eurydike». 247 Jahre nach der Uraufführung wird sie mit dem Countertenor Valer Sabadus gespielt.

Bis zum 30. Juli gibt es in neun Städten 17 Vorstellungen - darunter sechs Opern, vier Konzerte und zwei Tanzgastspiele. Drei der Opern, ein Ballett und ein kurzes Chor-Werk stammen aus der Feder des südlich von Nürnberg geborenen Komponisten Christoph Willibald Gluck (1714-1787).

Gluck-Festspiele