Gosens hilft Polizei-Bewerbern – Reul: „Zu starre Kriterien“

Polizei

Vor seiner Fußball-Karriere wollte Robin Gosens eigentlich zur Polizei in NRW. Seine vergeblichen Bewerbungsversuche lassen NRW-Innenminister Reul (CDU) die Einstellungskriterien überdenken.

Essen

20.06.2021, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Robin Gosens wollte ursprünglich bei der Polizei in NRW Karriere machen.

Robin Gosens wollte ursprünglich bei der Polizei in NRW Karriere machen. © picture alliance/dpa/EPA Pool

Der starke Auftritt des Fußball-Nationalspielers Robin Gosens bei der Europameisterschaft könnte zukünftigen Polizei-Bewerbern in Nordrhein-Westfalen helfen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, dass er über die aus seiner Sicht „zu starren“ Einstellungskriterien für Polizisten nachdenken wolle.

Der in Emmerich am Rhein geborene Gosens soll sich vor seiner Fußball-Karriere der „Bild“-Zeitung zufolge vergeblich bei der NRW-Polizei beworben haben.

Reul: Zugang zur Polizei für junge Menschen öffnen

„Seit meinem Amtsantritt beschäftigen mich diese Fälle, bei denen Bewerber anhand zu starrer Kriterien beurteilt werden. Natürlich benötigten Polizeiärzte bei der Auswahl von Bewerbern gewisse Regeln“, sagte Reul.

„Dennoch wollen wir auch die Besonderheiten des Einzelfalls stärker berücksichtigen. Damit wollen wir so vielen jungen und geeigneten Menschen wie möglich einen Zugang zur Polizei eröffnen“, sagte der Innenminister, der von der Leistung der DFB-Elf begeistert war. „Das war am Samstag eine Spitzenleistung der deutschen Mannschaft und von Robin Gosens, über die ich mich riesig freue.“

dpa

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