Grabungen gerettet

HÖRDE Die Reste der Mauern aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, die unmittelbar östlich neben der Hörder Burg ausgegraben worden sind, bleiben erhalten und auch wenn der Phönixsee geflutet ist sichtbar.

von Julia Gaß

, 15.01.2008, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollten die Mauerreste wieder zugeschüttet werden - an der Stelle sollte ein Seeplatz entstehen. Auch darüber, den Mauerverlauf mit einer Hecke oberirdisch nachzupflanzen, hatte die Stadt schon nachgedacht. "Wahrscheinlich handelt es sich bei der Mauer um Reste einer Kapelle", so Garth.

Eigentlich sollten die Mauerreste wieder zugeschüttet werden - an der Stelle sollte ein Seeplatz entstehen. Auch darüber, den Mauerverlauf mit einer Hecke oberirdisch nachzupflanzen, hatte die Stadt schon nachgedacht. "Wahrscheinlich handelt es sich bei der Mauer um Reste einer Kapelle", so Garth.

Hoetger-Nachlass zurück ins Phönixsee-Viertel

Die Stadt verkauft die Hörder Burg nun doch früher als erwartet an einen privaten Investor, der z.B. ein Hotelbetreiber sein könnte. Der Heimatverein muss mit seinem Museum dann sein Domizil verlassen. Er soll aber wie der Nachlass des Hörder Bildhauers Bernhard Hoetger (1874-1949), der zurzeit im Magazin des Ostwall-Museums schlummert, und die Bilder aus der Sammlung von Manfred Wolnin eine Bleibe im Phönixsee-Viertel bekommen. Im Gespräch dafür sind die Tull-Villa und das ehemalige Magazin-Gebäude am See, beide in Besitz der Seegesellschaft, sowie Hoetgers Geburtshaus an der Faßstraße, das in Privatbesitz ist. Anders als bislang geplant wird nun auch das Verwaltungsgebäude zwischen Burg und "Treppchen" nicht abgerissen, sondern bleibt - bis auf den Anbau - erhalten.

Sierau hat für Hörde auch den "Masterplan öffentliche Plätze" entwickeln lassen. Die Stadt plane eine Bestandsaufnahme der Skulpturen in Hörde, so Dr. Siegbert Panteleit, Vorsitzender des Kulturstammtisches, eventuell auch einen Wanderpfad entlang der Plastiken. Rund 20 großer Kunstwerke stehen im Ortskern - vom Friedrich Ebert-Denkmal über Skulpturen der Stadtgründer, Wilhelm Wenzel, Piepenstock, rund zehn Hoetger-Plastiken bis zum Wahrzeichen Schlanke Mathilde.

Marie Reinders spendet

Den Stiftungsstock des Kulturvereins (ca. 150 000 Euro) haben Schülerinnen und Schüler der Marie-Reinders-Realschule Hörde um 1000 Euro aufgestockt. Beim Stammtisch übergaben sie einen Scheck über die Summe, die sie bei einem Aktionstag gesammelt haben. "Wir wollen uns am Aufbau des neuen Hörde beteiligen", betonten die Jugendlichen.