Grand-Markt bleibt: Vorerst kein Aldi neben Rewe an der Bayrischen Straße

EVING Die Spatzen in Eving pfeifen es von den Dächern: In absehbarer Zeit wird es keinen Aldi-Markt an der Bayrischen Straße neben dem erweiterten Rewe geben.

von Von Petra Frommeyer

, 06.06.2008, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Dem ist so", erklärt ein sichtlich enttäuschter  Manfred Andexer, der für die Projektgesellschaft Bayrische Straße mit der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG) entsprechende Pläne entwickelt hat.

Und er nennt aus seiner Sicht auch einen Schuldigen dafür: Die Firma Edeka. Sie ist Hauptmieter des Grand-Marktes, der für Aldi, der zurzeit am Holtkottenweg / Ecke Bayrische Straße ist, hätte weichen sollen. Vor drei Jahren habe sich die Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH gegenüber der Projektgesellschaft und der Stadt grundsätzlich bereiterklärt, einem vorzeitigen Aufhebungsvertrag für das Mietobjekt Bayrische Straße 179 zuzustimmen, sagt Andexer. "Davon wollen sie jetzt aber nichts mehr wissen", so Architekt Andexer.

Verwaltung kann nicht eingreifen

Das bestätigte am Freitag auch der Leiter des Planungsamtes, Ludger Wilde, auf Anfrage der RN.  "Edeka will aber einfach den Zeitpunkt selbst bestimmen." Er erläutert weiter: "Es liegt ein gültiger Bebauungsplan vor, der an der Bayrischen Straße zwei Einzelhandelsflächen vorsieht. Die eine ist Realität mit dem erweiterten Rewe. Und ob die andere Aldi ist oder ob der Grandmarkt bleibt, liegt nicht in Händen der Stadt. Wir können und dürfen das nicht betreiberscharf steuern."

Bezirksbürgermeister schweigt noch

Zu Andexers Mutmaßungen, dass Aldi und Edeka bereits Pläne für einen gemeinsamen Standort an der Bayrischen/Lüdinghauser Straße schmieden, hielt sich der Planungsamtsleiter bedeckt. "Es liegt uns keine Bauvoranfrage vor", sagt Ludger Wilde. Auch Bezirksbürgermeister Helmut Adden ist in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend. "Ich habe das alles beim Friseur auch schon gehört, bin aber erst nächste oder übernächste Woche zu Gesprächen eingeladen. Natürlich werden wir die veränderte Situation dann in der Bezirksvertretung auch diskutieren müssen."