Grenzenlose Freude

BOCHUM Jubelschreie, Händeklatschen, spontane Umarmungen: Als bei der Fernsehübertragung das Bild vom Bochumer rewirpowerSTADION im Bild erscheint, kennt die Freude im Stadioncenter keine Grenzen mehr.

von Von Thomas Aschwer

, 30.09.2008, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bochum ist ein Spielort der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 - und schon jetzt ist die Vorfreude riesig. Sekt und andere Getränke machen an diesem Nachmittag die Runde im gut gefüllten Stadioncenter des VfL. Die Besucher schwärmen in Superlativen. "Wir wollen ein sehr guter Gastgeber sein." Oder: "Wir werden uns von der besten Seite zeigen." Und: "Wir wollen die Männer-WM noch deutlich übertreffen."

Bevor die große Party aber beginnen kann, muss erst einmal kräftig in die Hände gespuckt werden. Klaus Retsch, Leiter des Sport- und Bäderamtes, will deshalb keine Zeit verlieren. Der Verwaltungsvorstand soll kurzfristig die Strukturen festlegen.

Was bislang in einem relativ kleinen Kernstab vorbereitet worden ist, muss jetzt auf deutlich mehr Schultern verteilt werden. "Quer durch die gesamte Verwaltung." Festgezurrt in Retsch' Zeitplan ist bereits, dass im Sommer 2009 die Bauarbeiten am Stadion anlaufen.

Drei Millionen Euro

Rund drei Millionen Euro will die Stadt investieren. Geld, das die Kommunalpolitik nach der gestrigen Entscheidung offensichtlich gerne ausgibt. Über die Parteigrenzen hinweg machten Kommunalpolitiker gestern ihre Vorfreude deutlich. "Das ist gut investiertes Geld", sagt etwa Lothar Gräfingholt (CDU) - und steht dabei für die allgemeine Euphorie, die im Stadioncenter greifbar ist.

Heinz-Martin Dirks erinnert gern noch an den Hype, den die Fußball-WM der Männer ausgelöst habe. Obwohl kein einziges Spiel in Bochum stattfand. Für die Frauen-WM erwartet er nun eine noch größere Begeisterung. Mit positiven Folgen für die Wirtschaftsförderung in der Stadt. Ganze Branchen würden davon profitieren, sagt Dirks und denkt dabei zunächst einmal an die Gastronomie. Er richtet den Blick aber auch auf die Kultur- und andere Veranstalter, die direkt nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 wieder viele Gäste erwarten dürfen.

OB Ottilie Scholz sieht die Weichen in Bochum bereits richtig gestellt. Die Finanzierung der Aus- und Umbauarbeiten im rewirpowerSTADION seien mit dem Ratsbeschluss gesichert. "Ich persönlich freue mich auf möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Spielen und Besucherinnen und Besucher unserer Stadt." Sie sollen sich überzeugen, dass Bochum eine Stadt mit besonderem Flair und immer eine Reise wert ist.

Rahmenprogramm

Bis sie anreisen, bleibt noch eine Menge zu tun. Für den VfL Bochum, die Stadt und wohl auch für Bo-Marketing. Schließlich gilt es für die Gäste ein attraktives Rahmenprogramm zu entwickeln. Auch Public Viewing könnte ein Thema werden. Das Kulturhauptstadtjahr bietet jedenfalls schon mal eine ideale Plattform, um für den Spielort Bochum zu werben.