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Grenzenloser Jubel beim Public Viewing im Dortmunder Westen

LÜTGENDORTMUND Das Training der Handballer von Eintracht Lütgendortmund ging zeitig zu Ende, am Donnerstag. Schließlich stand das bislang wichtigste Spiel des Jahres an.

von Von Navid Moshgbar

, 20.06.2008 / Lesedauer: 2 min
Grenzenloser Jubel beim Public Viewing im Dortmunder Westen

Anfeuern und mitfiebern: Und am Ende kannte der Jubel auch bei den Jüngsten Zuschauern keine Grenzen mehr.

Nachwuchsspieler Manuel Rick (21) zog sich rasch ein Trikot über und zog mit seinen Mannschaftskollegen zum Kulturhaus: "Das ist direkt vor der Haustür und vom Training waren es auch nur ein paar Meter bis zur Fanmeile", sagt Rick. Der Platz vor der alten Luther-Schule hatte sich bereits gut gefüllt. Und rechtzeitig zum Anpfiff verzogen sich dann auch noch die letzten Quellwolken und die Abendsonne blickte durch: Es konnte losgehen.

Arm in Arm

Wie die Elf in Basel, sang die Schar in Lütgendortmund die Nationalhymne Arm in Arm. Die Anspannung stieg - die ersten Minuten vergingen, und die Zauberelf von der Atlantikküste konnte nicht wie gewohnt das Spiel dominieren. Die erste Chance des portugiesischen Starstürmers Cristiano Ronaldo wehrte Torhüter Lehmann ohne Probleme ab.

Jede vereitelte Chance der Portugiesen wurde beklatscht - bei jedem deutschen Angriff wurde mitgefiebert. Dann kam der Angriff von Ballack, Poldi und Schweini: "Toooor", der Jubel kannte keine Grenzen. Die Menge tobte, sprang, lief und schrie. Schwarz-Rot-Gold lag sich in den Armen. Keine fünf Minuten später das selbe Schauspiel: Fahnenschwenkende Jugendliche, knutschende Pärchen und ein einziger Riesenjubel.

Traurig

Nur einige wenige grün-rot gekleidete Portugiesen schauten entsetzt und traurig drein. Sie schöpften kurz vor der Halbzeit noch mal Hoffnung, beim Anschlusstreffer von Nuno Gomes. Doch eine halbe Stunde vor Abpfiff stürzte Ballack die Masse ins kollektive Jubelgeschrei. Die Fans stimmten die heimliche Hymne der EM "Seven nation army" von den White Stripes. Der zweite Treffer der Portugiesen brachte dann noch einmal Spannung ins Spiel - das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. "Deutschland ist eine Turniermannschaft, es war klar dass wir gewinnen würden", betonte Alexandra Pöttner (20). "Das war kein Vergleich zur Vorrunde" unterstrich ihre Freundin Kathrin Kaiser (22).