Großbrand in Hagener Stahlfabrik unter Kontrolle: Schaden noch unklar

Feuerwehr

In Hagen ist es zu einem Großbrand in einer Stahlfabrik gekommen. Dabei ist Salzsäure in den Fluss Volme gelaufen. Die Löscharbeiten hielten bis spät in die Nacht an, Anwohner wurden evakuiert.

Hagen

25.09.2021, 09:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rauch steigt aus den Gebäuden einer Fabrik. Wegen des Brandes in der Stahlfabrik hat die Feuerwehr am Freitagnachmittag die Bevölkerung gewarnt.

Rauch steigt aus den Gebäuden einer Fabrik. Wegen des Brandes in der Stahlfabrik hat die Feuerwehr am Freitagnachmittag die Bevölkerung gewarnt. © picture alliance/dpa

Aus noch unbekannter Ursache ist am Freitag in Hagen eine Stahlfabrik in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung forderte die Feuerwehr die Bevölkerung auf, Fenster und Türen zu schließen - dies galt auch noch am späten Abend. Die Feuerwehr sei mit „massiven Kräften“ ausgerückt, sagte ihr Sprecher Jens Westemeyer.

Die Fabrik brannte zunächst „in voller Ausdehnung“, im Laufe des Abends war das Feuer jedoch unter Kontrolle. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Zeitweise waren 170 Feuerwehrleute im Einsatz. Gegen Mitternacht liefen Nachlöscharbeiten, deren Ende einem Feuerwehrsprecher zufolge zunächst nicht absehbar waren.

Wie das Feuer ausbrechen konnte, sei derzeit unklar, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Spezialisten würden nach Abschluss der Löscharbeiten versuchen, die Brandursache zu ermitteln. Auch zur Schadenshöhe ließen sich momentan keinerlei Angaben machen.

Salzsäure im Fluss

Die Westfalenpost berichtet, dass die Feuerwehr versucht, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. „In der Halle brennen Chemikalien“, zitiert die Westfalenpost Feuerwehrsprecher Dennis Hoff. Außerdem sei Salzsäure vom Gelände aus in den Fluss Volme gelaufen. „Wir verdünnen die Chemikalien massiv mit Wasser. Dabei ist es zum Überlaufen der Becken gekommen und das Wasser in die Volme gelaufen.“

Gleichzeitig wurden im Stadtgebiet Luftmessungen durchgeführt, um zu prüfen, ob sich Schadstoffe in der Luft befinden. Es mussten aber rund 30 Anwohner und 12 Mitarbeiter der Firma evakuiert werden, zitiert die Westfalenpost Polizei-Sprecher Tino Schäfer.

dpa

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