Großer Lokführer-Streik: Tagelang Zugausfälle auch in NRW - Pendler müssen improvisieren

Streiks

Ab Donnerstag wird auch in NRW gestreikt. Viele Züge fallen aus. Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen gefasst machen.

NRW

02.09.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wartende Reisende stehen vor dem Infoschalter der DB im Kölner Hauptbahnhof an. Ab Donnerstag wird in NRW erneut gestreikt.

Wartende Reisende stehen vor dem Infoschalter der DB im Kölner Hauptbahnhof an. Ab Donnerstag wird in NRW erneut gestreikt. © picture alliance/dpa

Bahnreisende müssen sich von Donnerstag an auch in Nordrhein-Westfalen auf Zugausfälle und Beeinträchtigungen einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat bundesweit zu einem fünftägigen Streik im Personenverkehr aufgerufen, der am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr beginnen soll.

„Wir hoffen, dass wir ein verlässliches Grundangebot aufrechterhalten können“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) in Düsseldorf. Wie bei den beiden vorherigen Streikaktionen gebe es einen Ersatzfahrplan.

Nach Angaben der DB werden im Fernverkehr etwa drei Viertel der Züge ausfallen. Im Regional- und S-Bahnverkehr in NRW werden voraussichtlich nur drei Linien planmäßig verkehren, wie aus einer Aufstellung der Bahn vom Mittwoch hervorging: Der RE 17 (Hagen-Warburg), die RB 52 (Dortmund-Hagen) und die S 5 (Dortmund-Hagen).

Alle anderen Linien fallen aus oder verkehren nur eingeschränkt. Auf einigen Strecken will die Bahn Busse einsetzen. Züge anderer Unternehmen sind von dem Streik nicht betroffen.

Bahn: Reisende sollten sich auf DB-Homepage informieren

Reisende und Pendler sollten sich vorher auf der DB-Homepage über Zugausfälle informieren, sagte die Bahn-Sprecherin. Wer könne, solle seine Reise verschieben. Bereits gekaufte Fahrkarten könnten flexibel genutzt oder erstattet werden.

Der Streik ist bis Dienstag, 2.00 Uhr, angekündigt. Bereits ab Mittwochabend wollte die GDL den Güterverkehr bestreiken.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits zweimal Streiks gegeben, die ebenfalls massive Einschränkungen für Bahn-Kunden mit sich brachten. Die GDL-Mitglieder kämpfen nach Gewerkschaftsangaben für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen.

dpa

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