Großes Impf-Interesse an Schulen und Kitas - Krankschreibungen wegen Nebenwirkungen

Coronavirus

Seit Montag können sich auch Erzieherinnen, Tageseltern und ein Teil der Lehrer impfen lassen, die Nachfrage ist groß. Derweil gibt es einige Krankschreibungen wegen Nebenwirkungen.

Düsseldorf

12.03.2021, 14:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Schulen und Kitas herrscht großes Impf-Interesse.

In Schulen und Kitas herrscht großes Impf-Interesse. © picture alliance/dpa

Das Interesse von Kita- und Schulpersonal in NRW an Corona-Impfungen ist einer Zwischenbilanz zufolge groß. Das zeigten Rückmeldungen aus den Kommunen, knapp eine Woche nach dem Startschuss, wie das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte.

Das Interesse an einer Impfung sei „sehr hoch“. Laut Ministerium ist damit „auch ein positives Signal für die steigende Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs gesetzt“. Für die Impfung dieser Berufsgruppen sind Kreise und Städte zuständig.

Seit dem offiziellen Start zum Wochenbeginn zeichne sich tendenziell ab, dass das Ausmaß an Reaktionen oder auch Krankmeldungen nicht ungewöhnlich hoch sei. Sie bewegten sich „im Rahmen der medizinischen-wissenschaftlichen Erkenntnisse“.

Die „Neue Westfälische“ berichtete über Krankschreibungen mehrerer Lehrer einer Grundschule, die vom Impfzentrum in Gütersloh zugewiesenen Termine wahrgenommen und starke Impfreaktionen gezeigt hätten.

Erzieherinnen und Tageseltern können sich impfen lassen

Seit Montag können sich auch Erzieherinnen, Tageseltern und ein Teil der Lehrer impfen lassen. Im Bereich der Kitas geht es laut Familienministerium um 125 500 pädagogische Beschäftigte, 16 000 Tagesmütter und -väter sowie 26 500 Personen, die etwa hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausüben.

Zudem können Beschäftigte an Grund- und Förderschulen sich impfen lassen - nach Daten des Gesundheitsministeriums sind das rund 89 000 Menschen.

Der Lehrerverband NRW forderte, auch allen anderen Lehrkräften spätestens nach Ostern ein Impfangebot zu machen. „Nur mit flächendeckenden Impfungen können wir erneute Schulschließungen in dieser Phase der Pandemie vermeiden“, sagte NRWL-Präsident Andreas Bartsch.

In der Regel wird in diesen Berufsgruppen das Vakzin von Astrazeneca eingesetzt, das zunächst nur für Personen unter 65 Jahren verabreicht wurde. Inzwischen ist die Altersbegrenzung entfallen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte gesagt, er rechne daher mit Verzögerungen bei den Impfungen für Lehrer und Kita-Personal.

dpa

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