Grüne stoßen mit Antrag für freien Radverkehr auf Ablehnung

In Bezirksvertretung

Im Sommer gab's eine Diskussion zum Radverkehr im Hörder Ortskern. Radler-unfreundlicher Stadtteil, schimpften die einen. Unfreundliche Radler, schimpfte die Gegenseite. Nun haben die Grünen versucht das Thema in der Bezirksvertretung zu beleben – und stießen dabei auf verblüffend großen Widerstand.

HÖRDE

von Von Felix Guth

, 25.10.2013, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grüne stoßen mit Antrag für freien Radverkehr auf Ablehnung

Um den Radverkehr im Ortskern gibt es weiter Debatten - auch wenn die Rad-Saison zu Ende ist, nutzen immer noch viele Menschen täglich die Haupt-Radwege durch den Hörder Ortskern.

Dies wollten die dreiköpfige grüne Fraktion in der Bezirksvertretung aufheben und zusätzlich ein Hinweisschild „Rücksicht! Schritt fahren“ aufstellen. Der Antrag wurde abgelehnt – mit lebhaftem Widerspruch aus allen anderen Fraktionen.„Wir sollten die Unzivilisiertheit vieler Radfahrer nicht belohnen“, sagte etwa Sascha Hillgeris (SPD). Parteikollegen wie Karl-Heinz Kleinhans oder Sybille Spottke verwiesen ebenfalls auf rücksichtslose Radfahrer und Gefahren für spielende Kinder. „Keinen neuen Schilderwald“, möchte Linke-Vertreter Hans-Otto Wolf.

Seniorenbeirat Karl-Otto Clemens brachte die Ängste viele älterer Hörder ins Spiel, die sich durch drängelnde Radfahrer belästigt fühlen. Er schlug vor, Alternativwege rund um den Ortskern auszuschildern. „Die Ablehnung hat mich in der Intensität schon überrascht“, sagt Klaus Tillmann (Foto) von den Grünen.“ Letztlich sei nicht transparent, woher das Durchfahrtsverbot an der Schlanken Mathilde überhaupt kommt. Vor allem das Argument der Ängste von Senioren hält er für überzogen. „Wenn es das so beobachte sind es in der Mehrheit Rentner, die auf den Radwegen unterwegs sind“, sagt Tillmann. Trotz der Ablehnung wollen die Grünen das Thema weiter im Gespräch halten.