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Grundschüler helfen bei Fertigstellung der Natur-Erlebniswelt

Wald der Möglichkeiten

Auf der Wiese herumtollen, ein Baumhaus bauen oder einen hitziger Schwertkampf Ästen ausfechten: Das können Kinder nur in der freien Natur erleben. Doch gerade in Großstädten wie Bochum haben Kinder es nicht leicht, Wald und Wiese als Spielorte zu entdecken. Deshalb hat die Biologische Station östliches Ruhrgebiet nun gut zwei Hektar städtische Brachfläche zu einer Erlebniswelt für Kinder umgestaltet.

GERTHE

07.04.2014 / Lesedauer: 3 min

„Ich möchte die Kinder für die Umwelt sensibilisieren“, sagt Kathleen Teichmann, pädagogische Leiterin des Offenen Ganztags an der Hans-Christian-Andersen-Schule: „Und das geht am besten, wenn sie Schweiß gelassen haben.“ Ihre Schüler sind die ersten, die die neue Fläche ausprobieren. Kreischend und lachend laufen sie zwischen dem Autoanhänger mit den Setzlingen und den vorbereiteten Beeten hin und her. Schleppen die in den kleinen Händen riesig wirkenden jungen Sträucher, setzen sie behutsam in die Erde. Mit den bloßen Händen schaufelt Grundschülerin Milena die vorher ausgehobene Erde zurück um die Wurzeln des so eben eingesetzten Bäumchens. Heuser ist zufrieden: „Die Idee war, dass die Kinder alles mit erleben, das Graben, das Setzen der Pflanzen und das Wässern.“

Er bedauert, dass immer weniger Kinder in der Natur spielen. Umso wichtiger finden er und seine Kollegen es, dass auf Bochumer Stadtgebiet nun nach und nach überall solche Naturerlebnisräume entstehen: „Für den Naturschutz ist es auch wichtig, dass die Kinder schon früh eine Wertschätzung für die Natur lernen“, so Heuser. Und das gehe am besten über das emotionale Erleben auf Flächen wie dieser. Die siebenjährige Dilan ist begeistert. Sie ist gerne draußen. Zuhause im Garten ihrer Eltern hat sie bereits ihre ersten Pflanzen großgezogen: Tomaten. „Mir macht das total Spaß“, sagt Dilan, während sie aus einer großen grünen Gießkanne Wasser auf die frisch in den Erde gesetzten junge Haselnussstrauch gießt.

Während Dilan und Milena fleißig Sträucher in die Erde bringen, tragen einige ihrer Mitschüler einen Schwertkampf mit Bambusstöcken aus, die eigentlich den jungen Setzlingen als Wachstumshilfe dienen sollen. Teichmann ist begeistert: „Die Aktion ist besser als jedes Spiel. Da erinnern sich die Kinder noch Jahre dran.“ Und auch Dilan hat nach all dem Graben und Gießen noch immer nicht genug: „Ich hoffe, wir kommen wieder hier her.“ Damit dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, arbeitet die Biologische Station mit Erlebnispädagogen ebenso wie mit Schulen, Pfadfindern und Kindergärten der Umgebung zusammen – und auch mit der Hans-Christian-Andersen-Schule. Das freut auch Teichmann: „Es gibt einfach tausend Möglichkeiten hier zu spielen.“ Und die können die Kinder in Gerthe ab sofort, wann immer sie wollen, selbst entdecken.

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