Grundschüler lernen den heißen Kontinent kennen

Afrika-Projekt

APLERBECKER MARK In Kenia gibt es zwei große Seen, die Kinder dort sind oft sehr arm und unreines Wasser kann tödlich sein. Das Afrika-Projekt an der Grundschule hat Spuren hinterlassen. Und vor allem die Erkenntnis, dass vieles nicht selbstverständlich ist.

von Von Sonja Kostersitz

, 21.05.2010, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Grundschüler lernen den heißen Kontinent kennen

Unter dem Motto "Backen für Kenia" verkauften die Schüler Waffeln.

Die Schüler hatten den heißen Kontinent auf dem Stundenplan, lernten Land und Leute kennen, ihr erstes Wort auf Kisuaheli (“Jambo, das heißt hallo und tschüss!“) und dass auf einem Fleck auch mal mehrere Volksgruppen leben. Vor allem aber haben sie eines: geholfen. Denn je mehr die Schüler wussten, desto größer wurde der Wunsch zu verändern. „Und das kann man ja auch aus der Ferne“, sagt Klassenlehrerin Elke Schürmann, die die Idee mit den Waffeln hatte. Backen für Kenia, der Teig kam von den Eltern, gebacken wurde in der Schule, das Eisen hatten die Kleinen fest in der Hand.

„Wir hatten Stände in der ganzen Schule“, erzählt Michelle, „im Musikraum, dem Flur.“ Die Waffel 50 Cent das Stück, die „gingen ganz schnell weg.“ Alle kauften, Schüler, Lehrer, einige Eltern, „manche haben sogar das Zehnfache gezahlt!“ Und weil es gut tut, Gutes tun, machten die Schüler weiter, weit über die Waffel hinaus. Einen Hilfsplan stellten sie auf, verrichteten kleine Arbeiten, zu Hause und in der Nachbarschaft. „Ich habe morgens Brötchen geholt, das Auto gewaschen und Altglas entsorgt“, sagt Felix. Leonie putzte den Meerschweinchen-Käfig und spülte Geschirr. All packten an – und kassierten. 500 Euro kamen zusammen, die nun neue Moskitonetze finanzieren. „Damit die Mücke nicht mehr stechen kann“, sagt Laura.

Weitere Hilfe kommt von der evangelischen Georgs-Gemeinde, die ein kenianisches Schulprojekt betreut und die Schüler bald einander vorstellen – zunächst einmal brieflich. „Ein Brieffreund in Kenia , den hat ja wohl nicht jeder!“, sagt Michelle. Und schon ist Afrika wieder ganz nah.

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