Grundstück-Streit - Stadt will Anwohnerin enteignen

Am Gardenkamp

BAROP Eine Anwohnerin der Straße „Am Gardenkamp“ will ein sechs Quadratmeter großes Grundstück für den umstrittenen Ausbau der Strecke nicht verkaufen. Die Stadt baut Druck auf. Mit einem Enteignungsverfahren und Kostengründen.

von Von Peter Bandermann

, 12.04.2010, 19:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt ist nicht nur aus Kostengründen auf das Grundstück angewiesen.

Die Stadt ist nicht nur aus Kostengründen auf das Grundstück angewiesen.

Dr. Wunstorf: „Für effektiven Lärmschutz ist auf unserem Grundstück überhaupt kein Platz. Um Ruhe zu haben, müsste ich meine Fenster zumauern.“ Wie mehrfach berichtet, ist die Stadt für den Ausbau der Straße (die Bauarbeiten haben bereits begonnen) auf den Ankauf mehrerer Grundstücksteile angewiesen. Entstehen soll eine Hauptverkehrsstraße zwischen dem Uni-Campus und der Stockumer Straße. Lothar Staschik vom Amt für Liegenschaften stellte am 6. April in einem Schreiben an Renate Wunstorf klar, warum die Stadt nicht länger warten will: „Aufgrund des Fortschritts der Baumaßnahme ist dieses Vorgehen leider nicht mehr zu vermeiden, um kostenträchtigen Verzögerungen beim Ausbau entgegen zu wirken.“ Diesen „kostenträchtigen Verzögerungen“ steht laut Stadt-Brief ein Kaufpreisangebot über 770 Euro für 6 m² Grund und Boden gegenüber. 

Schlagworte: