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Gruß aus Bochum: Die Kreuzkirche in Hamme

Teil 119

Gerade in der Weihnachtszeit ist Streit etwas, das die meisten Menschen wohl tunlichst vermeiden möchten. Dass Konflikte jedoch gelegentlich auch Neues und Vielfalt hervorbringen können, zeigt der „Hammer Kirchenstreit“ vor beinahe 90 Jahren.

HAMME

von Von Frank Dengler

, 25.12.2013 / Lesedauer: 3 min

Wie das aktuelle Foto zeigt, ist der Turm am stärksten modernisiert worden. Im Unterbau noch von 1927, werden die neuen Obergeschosse nun von einem Flachdach abgeschlossen. Die Glockenstube ist mit Feldern aus durchbrochenen Beton-Formsteinen versehen, in denen große, asymmetrische Kreuze zu erkennen sind. So findet sich hier, wie über dem alten Eingang, der Hinweis auf den Namen der Kirche. Während der Prediger, der den „Hammer Kirchenstreit“ ausgelöst hatte, schon nach wenigen Jahren in der Kreuzgemeinde keine Rolle mehr spielte, können die aus dem Konflikt entstandenen Gemeinden mittlerweile auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Aus der Erlösergemeinde wurde 1950 die heutige Epiphaniasgemeinde, die seit 1972 gemeinsam mit der Kreuzgemeinde zur „Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche“ (SELK) gehört.

Die beiden freikirchlichen Schwestergemeinden kooperieren eng miteinander, und auch der Kontakt zur Gethsemane-Gemeinde der Evangelischen Landeskirche ist ein freundschaftlicher. Somit ist der Kirchenstreit in Hamme zwar nicht vergessen, aber längst beigelegt. Geblieben ist eine reiche evangelische Kirchenlandschaft im Stadtteil mit drei sehenswerten Gotteshäusern.

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