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Gruß aus Bochum: Stiepeler Höhenrücken wurde neu entdeckt

Teil 131

Noch vor 100 Jahren war der Henkenberg, der sich im Südwesten von Stiepel oberhalb der Brockhauser und östlich der Kosterstraße erstreckt, in Bochum nahezu unbekannt. Bis 1920 trug er noch nicht einmal einen Namen, dann jedoch wurde er bei Ausflüglern immer populärer.

STIEPEL

von Von Frank Dengler

, 25.06.2014 / Lesedauer: 3 min

Das ehemalige Gehöft, von dem der SGV den Namen des Henkenbergs entlieh, liegt im Ruhrtal an der Brockhauser Straße. „Henke“ ist ein Stiepeler Hof- und Familienname, der Hof wurde erstmals 1220 erwähnt, die Familie im Jahr 1469. 1786, als im Zuge der „Markenteilung“ zuvor gemeinschaftlich genutztes Land privatisiert wurde, kam der größte Teil des Berges in den Besitz des Henkenhofs.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden sowohl der SGV als auch die Segelflieger „gleichgeschaltet“. Die Flugschulung ging in die Hände des „NS-Fliegerkorps und der „Flieger-HJ“ über. Sie ist bis in die ersten Kriegsjahre aufrechterhalten, dann aber eingestellt worden. Der Flugbetrieb wurde später nicht wieder aufgenommen. Die Gaststätte blieb dagegen erhalten, wobei unklar ist, wie lange Wilhelm Becker ihr Betreiber war. Nach ihm führte W. Haarmann, unter dem das Gebäude umgebaut und erweitert wurde, das „Haus Henkenberg“ bis Ende der 1960er Jahre. Dann folgte das Ehepaar Bottmer, das den Ruf des Ausflugslokals über Jahrzehnte und bis ins neue Jahrtausend prägte. Aus dieser Ära stammt auch der Ausschnitt aus einer Mehrbildkarte von 1973. Das Foto verdeutlicht, dass vom alten Gebäude seit dem Umbau nur noch die Terrasse mit dem Bruchsteinsockel wieder zu erkennen war.

Ende 2009 übernahm Adriano Sarnelli die Gastronomie und taufte sie in „La Villa Henkenberg“ um. Sie hat sich vom reinen Ausflugslokal zum mediterranen Restaurant entwickelt, das auch Gesellschaften bis 300 Personen, wie Hochzeiten und anderen Familienfeiern Platz bietet. Der Höhenrücken wurde nach dem Krieg weiter aufgeforstet und sieht heute ganz anders aus als zum Zeitpunkt seiner „Entdeckung“ vor mehr als 90 Jahren. So ist der ehemals freie Hang, von dem die Segelflieger starteten, längst zugewachsen, und die Aussicht auf das Ruhrtal ist nur noch von der Restaurant-Terrasse möglich.

Das ehemalige Gehöft, von dem der SGV den Namen des Henkenbergs entlieh, liegt im Ruhrtal an der Brockhauser Straße. „Henke“ ist ein Stiepeler Hof- und Familienname, der Hof wurde erstmals 1220 erwähnt, die Familie im Jahr 1469. 1786, als im Zuge der „Markenteilung“ zuvor gemeinschaftlich genutztes Land privatisiert wurde, kam der größte Teil des Berges in den Besitz des Henkenhofs.

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