Gütliche Einigung vorm Landgericht Darmstadt gescheitert

Einenkel gegen Opel

Bei der Verhandlung am Darmstädter Landgericht ist es zu keiner gütlichen Einigung zwischen dem Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel und dem Opel-Konzern gekommen. Einenkel hatte dem Autobauer vorgeworfen, einen gravierenden Formfehler bei der Abwicklung der Bochumer Autoproduktion begangen zu haben.

BOCHUM

, 27.05.2014 / Lesedauer: 2 min
Gütliche Einigung vorm Landgericht Darmstadt gescheitert

Die Verhandlungen im Prozess Rainer Einenkel gegen Opel sind zunächst gescheitert.

Einenkel wirft der Adam Opel AG vor, das Kontrollgremium im Frühjahr 2013 nicht korrekt über Pläne informiert zu haben, die Produktion des Familienwagens Zafira Ende 2014 vom Ruhrgebiet ins Stammwerk nach Rüsselsheim zu verlagern.

Die Entscheidung besiegelte das Aus der Autofertigung in Bochum Ende 2014. Opel will an dem traditionsreichen Standort auf einem ehemaligen Zechengelände nur ein Warenverteilzentrum erhalten. Von rund 3300 Beschäftigten sollen 700 im Ruhrgebiet bleiben. Ein Unternehmenssprecher wollte das laufende Verfahren am Dienstag nicht kommentieren. Vorab verlautete aber aus Konzernkreisen, der Aufsichtsrat habe seine Entscheidung im Einklang mit allen geltenden Regeln getroffen. Es gebe keine Formfehler.;Welche Bedeutung der Gerichtstermin Ende September haben wird, könnte sich schon in den nächsten Wochen zeigen. Bereits seit rund einem halben Jahr wird über den Sozialtarifvertrag verhandelt. Der Abschluss ist wiederholt angekündigt, jedoch immer wieder verschoben worden. Auch aktuell gibt es noch keinen konkreten Termin.

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