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Gutachter zweifelt an Handschuh-Theorie

Witwenmord-Prozess

Die Hoffnungen des mutmaßlichen Witwenmörders von Sölde haben am Dienstag vor dem Schwurgericht einen Dämpfer erhalten. Der 71-jährige Siegfried T. beteuert weiter seine Unschuld und erklärt seine DNA-Spuren unter einem Daumennagel des Opfers mit dem gemeinsamen Gebrauch eines Paars Gartenhandschuhe. Ein Sachverständiger hält das jedoch für wenig wahrscheinlich.

Sölde

11.04.2017 / Lesedauer: 2 min
Gutachter zweifelt an Handschuh-Theorie

In diesem Wohnhaus in Sölde starb die Rentnerin.

Ende März hat der DNA-Experte ein vorläufiges Gutachten an die Richter geschickt. Ende April soll er persönlich in Saal 130 des Landgerichts befragt werden. Schon nach dem Verhandlungstag am Dienstag ist klar: Der Angeklagte und Verteidiger Jan-Henrik Heinz werden es schwer haben, mit ihrer Theorie durchzukommen.

Bisher geht der Sachverständige nämlich davon aus, dass sich im Falle einer DNA-Übertragung aus einem Gartenhandschuh sehr wahrscheinlich das Genmaterial des Angeklagten nicht nur unter einem Daumennagel der getöteten Witwe Gisela A. gefunden hätte. Bei „Normalgebrauch“ des Handschuhs würde wohl nicht nur ein Teil der Spuren an den neuen Träger übertragen werden, heißt es in dem vorläufigen Gutachten.

Im Haus erstochen

Gisela A. wurde im April 2016 in ihrem Haus in Sölde erstochen. Anschließend legte der Täter ein Feuer - offensichtlich, um Spuren zu verwischen. Dem Angeklagten kamen die Ermittler aufgrund der DNA-Untersuchungsergebnisse auf die Spur. Siegfried T. hat bereits viele Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht. Gisela A. ließ sich von ihm regelmäßig bei der Gartenarbeit helfen.

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