Gute Chancen für Bürgerhaus in Dorstfeld

Forum mit OB Sierau

Eine Aula, ein Bürgerhaus, eine neue Straße. Und diese sogar bis Weihnachten: Beim vierten Bürgerforum mit OB Ullrich Sierau wurde klar: Den Dorstfeldern stehen einige Bescherungen ins Haus.

DORSTFELD

von Von Matthais vom Büchel

, 05.11.2013, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.) versprach beim Bürgerdialog die zeitnahe Fertigstellung der NS9.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.) versprach beim Bürgerdialog die zeitnahe Fertigstellung der NS9.

Vor rund 60 Besuchern bat Moderator Dr. Frank Claus zunächst Oberbürgermeister (OB) Ullrich Sierau ans Mikrofon. Sierau gab sich zuversichtlich, dass die Verlängerung der NS9 von Dorstfeld bis zur B 1 noch vor Weihnachten für Verkehrsentlastung auf der Wittener Straße sorgen wird. „Wir hoffen, dass wir den Dorstfeldern die Straße sozusagen als Weihnachtsgeschenk überreichen können“, berichtete der OB. So schnell wird es mit dem geplanten Supermarkt am Dorstfelder Hellweg nicht klappen, nachdem die bisherige Planung per Gerichtsurteil gestoppt wurde. „Aber wir werden da westfälische Dickschädeligkeit beweisen“, kündigte Sierau an. „Wir halten am Vorhaben und auch am Standort fest.“

Für viele Besucher wichtigstes Thema des Abends war das Dorstfelder Bürgerhaus. Stadtkämmerer Jörg Stüdemann skizzierte den Stand der Planungen. Die ehemalige evangelische Kirche ist aufgrund der hohen Unterhaltungskosten als Standort für ein Bürgerhaus aus dem Rennen. Alle Überlegungen drehen sich inzwischen nur noch um das alte Zechengebäude an der Oberbank. Eine Schadstoffanalyse wurde in Auftrag gegeben und die Bausubstanz überprüft. „Als Nächstes müssen wir uns nun um die leidige Finanzierungsfrage kümmern“, merkte Stüdemann süffisant an. Seine Einschätzung: Das Projekt hat eine realistische Chance.Und das hat mehrere Gründe: So läge das Bürgerhaus in einem idealen Umfeld, weil gleich nebenan die VHS ihr Kreativzentrum hat. „Es wäre auch möglich in dem Komplex noch einen Jugendtreff unterzubringen“, skizzierte Stüdemann die Überlegungen der Planer.

Was das Bürgerhaus nicht bekommt ist ein großer Saal. Grund: Der geplante Neubau für die Martin-Luther-King-Gesamtschule beinhaltet auch eine Aula, in der bis zu 500 Besucher Platz finden. „Da man einen solch großen Saal nur maximal zehn Mal pro Jahr braucht, wäre es unsinnig ein Bürgerhaus mit einem weiteren Riesensaal zu bauen“, argumentierte Stüdemann. Ein weiterer Vorteil des Zechengebäudes: Die Stadt kann bei einer Sanierung des schützenswerten Gebäudes mit Fördermitteln rechnen. Die wären hoch erwünscht. Denn nach ersten Schätzungen wird der Umbau zum Bürgerhaus 3,7 Millionen Euro verschlingen. Trotzdem war Stüdemann zuversichtlich. „Wir wollen uns in nächster Zeit zu einem Finanzierungsmodell durcharbeiten“, versprach er.

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