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Gute Noten für Nachwuchs

BRACKEL Musiknachwuchs wurde zusammen mit einigen anderen Absolventen bei der Veranstaltung "Groovin' Students" in der Bibliothek der Bezirksverwaltungsstelle von dem routinierten Jazzer und anderen Dozenten der Akademie bewertet.

von Von Sebastian Wein

, 11.11.2007
Gute Noten für Nachwuchs

Konzentration und Spaß: Eine unabdingbare Symbiose.

Die Gitarrenklänge des Solos schmeicheln und schleichen um die Akkorde der Melodie, sie heben sich in einem dynamischen Verlauf und finden nach tastenden Ausflügen in eleganten Verzögerungen wieder zurück zu ihrem Ursprung.

"Das hat Julian jetzt schon sehr gut gemacht", befand Jochen Schrumpf, Leiter der "Glen Buschmann" Jazz-Akademie, über seinen Schüler.  "Neben einem anderen Live-Auftritt mit Band gibt es noch eine Vorbenotung vom Lehrer, eine Prüfung im Haus und eine theoretische Abfragung."

Mit einem guten Abschlusszeugnis, das neben einem Pflichtfach (der Lieblingsdisziplin) auch die Beherrschung eines Zweitinstrumentes, sowie eine gute Gehörbildung, Harmonielehre, Arrangieren, Komponieren und ein Repertoire von 50 Jazzstandards ausweist, würden die ehemaligen Schüler dann selber zu Lehrenden.

Gehaucht

Jeanette Assiamah, die schon durch mehrere Auftritte im Balou und in der Bibliothek bekannt ist, zeigte an diesem Abend ihre Gesangsqualitäten. "L.O.V.E", "Frauen regier?n die Welt", "Love came on stealthy fingers" und "Shaker song" waren ihre Beiträge. Besonders bei den großen Tönen, den raumfüllenden Klängen konnte die Nachwuchssängerin überzeugen. Insbesondere der variantenreiche "Shaker song" mit seiner Kombination aus einem entspannten, von Assiamah fast gehauchten Einstieg, dann ziemlich flottem Mittelteil mit mitreißenden Instrumentalsoli und einem fast schon "gerappten", abrupten Schluss war beeindruckend.

Besonders pfiffig daher kam indes das von den Absolventen selbst arrangierte "Frauen regier?n die Welt", das Assiamah im Trio mit ihren Kollegen Katja Gutowski und Sebastian Schmitt-Rosenblatt vortrug.

Die beiden Sängerinnen übernahmen die Stimmen der selbstbewussten Frauen in dem chartbekannten Hit von Roger Cicero - und Schmitt-Rosenblatt schlüpfte verschmitzt in die Rolle der Männer, die zugeben müssen nur Pantoffelhelden zu sein.

Notenvergabe ist am zwar erst am 15. Dezember. Dem begeisterten Publikum haben die Auftritte aber jedenfalls gefallen.