Gynäkologische Schlüsselloch-Operationen

Evangelisches Krankenhaus

Während bei gynäkologischen Eingriffen noch vor einigen Jahren große Bauchschnitte erforderlich waren, kann heute vielfach endoskopisch operiert werden. Darüber informierte die Chefärztin der Gynäkologie am ev. Krankenhaus, Cordula Chronz, die Besucher des Gesundheitsforums.

LÜTGENDORTMUND

24.01.2011, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Cordula Chronz, Chefärztin der Gynäkologie am evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund.

Cordula Chronz, Chefärztin der Gynäkologie am evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund.

Bei der Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) werde das gleiche Instrument über den Gebärmutterhals eingebracht. Hier seien keine zusätzlichen Schnitte notwendig. "Eine herkömmliche Ausschabung sollte möglichst immer mit einer Gebärmutterspiegelung kombiniert werden", erläuterte die Medizinerin.   Nur so ließe sich sicher klären, ob ein im Ultraschall nachgewiesener Befund nach der Ausschabung auch entfernt sei. Ein häufiger Grund für die Durchführung einer Bauchspiegelung sei die Abklärung unklarer Schmerzzustände im Bauchraum. Auch bei ungewollter Kinderlosigkeit spiele die Bauchspiegelung eine wichtige Rolle. Abgeklärt werden könne damit, ob bei der Frau Faktoren vorlägen, die eine Schwangerschaft verhinderten. Dazu gehörten z. B. Verwachsungen des Eileiters bzw. der Eierstöcke, Hormon bedingte Störungen des Eierstocks oder eine sog. Endometriose.

  Dabei befinden sich an unterschiedlichen Stellen im Unterbauch oft nur winzige Herde. "Die meisten Patientinnen mit Endometriose werden problemlos schwanger und haben keine Beschwerden. In einigen Fällen kann sie jedoch zu ungewollter Kinderlosigkeit und zu Schmerzen führen." Als größten Vorteil der Endoskopie nennt sie, dass auf dem Weg zum Operationsort weniger Gewebe geschädigt werde. Dadurch bedingt hätten die Patientinnen nach dem Eingriff weniger Beschwerden.