Häuser werden teurer

04.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Castrop-Rauxel. Es gibt Kritiker, die sagen: Alles wird immer teurer. Grundsätzlich ist das eher eine übertriebene Darstellung, wenngleich es nicht falsch ist. Unser Euro wird jedes Jahr ein bisschen weniger wert. Man spricht dabei von Inflation, also Geldentwertung: Es ist ganz normal für unser Deutschland ähnliche Länder und auch wichtig, dass wir eine Inflationsrate von etwa einem bis drei Prozent haben. Ein Prozent heißt: Ein Euro ist im nächsten Jahr nur noch 99 Cent wert. Im Jahr darauf noch etwa 98 Cent. Oder anders herum: Ein Schokoriegel, der dieses Jahr 1 Euro kostet, kostet nächstes Jahr 1,01 Euro, übernächstes Jahr 1,02 Euro.

Diese Preissteigerung ist nicht so hoch. Höher ist sie bei Häusern. Dabei geht es ja aber auch um ganz andere Beträge. Man sagt etwa: Wer 2013 ein Haus für 300.000 Euro gekauft hat, der kann davon ausgehen, dass er es heute, also sechs Jahre später, für etwa 400.000 Euro verkaufen könnte. Das sind 100.000 Euro mehr. In Prozent ausgedrückt ist das eine Preissteigerung um etwa 35 Prozent. Das auf sechs Jahre berechnet, entspricht einer jährlichen Steigerung von ungefähr 6 Prozent. Für Menschen, die ein Haus besitzen, ist das gut. Für die, die ein Haus suchen oder bauen wollen, ist das ein Problem.

Tobias Weckenbrock