Hagen leuchtet

Urbane Künste Ruhr

In Bergkamen und Hamm hatte die Lichtkunst in den beiden vergangenen Jahren Funken geschlagen. Zum Jahr des Lichts, das die Unesco 2015 ausgerufen hat, bringen die Urbanen Künste Ruhr nun Hagen zum Leuchten. Vom 9. bis 25. Oktober verwandeln die "Urban Lights Ruhr" die ganze Innenstadt in ein Lichtkunstwerk.

HAGEN

, 04.10.2015, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hagen leuchtet

„Shy Dance-Floor“ heißt diese in Hagen geplante Aktion. Der Boden reagiert interaktiv auf die Schritte der Menschen.

15 Stationen gestalten internationale Künstler und Künstlergruppen mit ihrer Lichtkunst.  Festivalzentrum  ist der Bunker an der Bergstraße 98. Er ist täglich von 16 bis 23 Uhr geöffnet. Dort beginnen und enden auch alle Führungen - und auch die Eröffnung am Freitag, 9. Oktober, ab 18 Uhr. Dies sind die 15 Projekte:

  • "Balkon": Von der begehbaren Aussichtsfläche um einen Sternstrahler des japanischen Künstlers Taturo Atzu hat man einen schönen Blick auf die Stadt (Fr-So 16-23 Uhr, Bergischer Ring 57).
  • "Developing The First World": Bereits im Juli hatten Hagener Bürger die Gelegenheit, ihre Probleme zu formulieren und über Postkarten der Gruppe "Ghana Thinktank" mitzuteilen. Die Lösungsvorschläge präsentieren die Künstler vom 9. bis 11. Oktober von 16 bis 23 Uhr auf dem Museumsplatz.
  • "False Positive: On The Null Hypothesis": Wie viel wir in der täglichen Kommunikation mit Smartphones über uns preisgeben, machen Mark Shepard, Moritz Stephaner und Julian Oliver deutlich. Sie schicken Nachrichten auf die Mobiltelefone der Besucher (9.-11.10., 16-21 Uhr, Festivalzentrum).
  • "Full Moon Hagen": Künstlerin Janice Kerbel dimmt die Straßenbeleuchtung am Johanniskirchplatz und auf dem Marktplatz je nach Mondphase (täglich nach Einsetzen der Dämmerung, Johanniskirchplatz und Marktplatz).
  • "Genius Loci": Mit der Spende einer Lampe unterstützen die Bewohner das Projekt von Anna Rispoli. Der hässliche Tunnel am Bodelschwinghplatz wird damit in neues Licht gerückt (ganztägig).
  • "Hagen Obscura": Unter der Leitung von Prof. Oliver Langbein von der Dortmunder Fachhochschule präsentieren Studierende des Fachbereichs Szenografie vier begehbare Camera Obscuras (Fr-So 16-23 Uhr, Festivalzentrum).
  • "Pantone Perfect": Die Künstlergruppe "Sans Facon" visualisiert die changierende Farbe des Himmels während eines Tages an zehn Fahnenmasten. Mit einem Farbmessgerät wird stündlich die aktuelle Himmelsfarbe gemessen. Die Arbeit war in anderer Form bei "Urban Lights Ruhr" in Hamm zu sehen (Fr-So 9-18 Uhr, Berliner Platz).
  • "Particle Falls": Mit einem Feinstaub-Messgerät misst Andrea Polli die Feinstaubbelastung der Luft. Die Partikel werden mithilfe einer Software in eine wasserfallartige Video-Projektion integriert (Fr-So 16-23 Uhr, Sternstraße 13).
  • "Shiny Toys": Experimentelle Lichtkunst von wechselnden Künstlern (Fr-So 20- 23 Uhr, Festivalzentrum).
  • "Shy Dance-Floor": Simon Faithfull stattet den Boden einer Unterführung mit einem Disco-Dancefloor aus. Die Installation reagiert interaktiv auf die Besucher (ganztägig, Unterführung Funke-/Neumarktstraße).
  • "Silent Fairground": leiser, poetischer Rummelplatz (Fr-So 16-23 Uhr, Weidestraße).
  • "Sunset Sunrise": Die Gruppe "Sans façon" nennt die Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge in verschiedenen Großstädten in Echtzeit (ganztägig, Berliner Platz).
  • "Untitled": Der Künstler A Kassen zeichnet Graffitis mit Neonröhren nach (Fr-So ganztägig, Unterführung Neumarkt-/Gerberstraße).
  • "Video Painting": Bruno Levy und Blake Shawmalen projizieren Fotos aus Hagen und Jena auf Häuserfassaden (9.-11.10., 18-23 Uhr, wechselnd zwischen Festivalzentrum und Wilhelmplatz).
  • "Wearable Facade": Ein Kleidungsstück nimmt über Sensoren die Farben der Umgebung auf und überträgt diese auf die mit LEDs ausgestattete Oberfläche der Jacke. Ricardo O'Nascimento wird mit der Jacke durch die Hagener Straßen laufen und die Farben der Stadt einfangen. Sie werden zeitgleich auf eine Fassade am Bunker projiziert. (16.-18.10., 18-20 Uhr, Festivalzentrum).