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Halde Schleswig wird für die Öffentlichkeit zugänglich

Eröffnung 2014

Im kommenden Jahr soll man endlich die schöne Aussicht von der Halde Schleswig genießen können. Thyssen-Krupp will dann den 148 Meter hohen Berg für die Öffentlichkeit freigeben. Freizeitstätten werden auf der Halde jedoch nicht erlaubt sein.

NEUASSELN

von Von Uwe Brodersen

, 14.08.2013 / Lesedauer: 3 min
Halde Schleswig wird für die Öffentlichkeit zugänglich

Die Halde Schleswig an der Aplerbecker Straße: Im nächsten Jahr sollen Bürger auch über sie wandern können.

Im nächsten Jahr soll man sie endlich auf Dauer genießen können, die schöne Aussicht von der Halde Schleswig. Denn dann will der Eigentümer Thyssen-Krupp den 148 Meter hohen künstlichen Berg, der durch Schlacke-Anhäufungen entstanden ist, für die Öffentlichkeit freigeben. So steht es auf dem Schild am Eingang. Bisher ist das Gelände immer noch eine Baustelle und darum nicht zugänglich für die Bürger. Thyssen-Krupp stellt die Deponieoberfläche fertig. Es werde ein Wegesystem auf der Halde angelegt, teilte Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) auf Anfrage mit. Auch die hinter der früheren Deponie liegende Siedlung werde angebunden.

Eine Folie dichtet die Halde ab, auf der viele Abfallstoffe abgelagert wurden: Die Liste reicht von Ofenausbruch, Hochofen- und Konverterschlacke über Schlamm aus Eisenhütten und Bauschutt bis zu Beton, Ziegel und Bodenmaterial. Auf die Folie werde eine ein Meter dicke Schicht Mutterboden aufgebracht, erläutert Karl-Heinz Czierpka. Freizeiteinrichtungen, wie von der Bezirksvertretung (BV) gewünscht, seien leider nicht möglich, so der SPD-Politiker gegenüber dieser Zeitung. „Der Planfeststellungsbeschluss erlaubt es nicht, an die Folie heranzugehen. Sie darf nicht gefährdet werden.“ Deshalb ist wohl die von der BV angedachte Geländemulde für Veranstaltungen passé. Findet auf der Halde etwas statt, muss jeweils mit hohem logistischen Aufwand alles Notwendige – Wasser, Stromanschluss etc. – dort hingebracht werden. „Vorrichtungen“ für Veranstaltungen seien jedenfalls nicht realisierbar, so Karl-Heinz Czierpka. Wie es mit der erhofften Finnenbahn mit weichem Belag für Jogger oder Radler aussieht, konnte der Bezirksbürgermeister nicht sagen.

Offen ist auch noch, wer die Halde Schleswig nach der Fertigstellung übernimmt. Darüber würden derzeit mit potenziellen Erwerbern Gespräche geführt, so Jörg Freise von Thyssen-Krupp Steel Europe. Bis zur Übergabe müsste noch die Oberflächenabdichtung vervollständigt und die Rekultivierungsschicht aufgebracht werden, so der Leiter Kreislaufwirtschaft, Störfallangelegenheiten, Gewässer und Bodenschutz.Zum Zeitplan: Es habe witterungsbedingte Verzögerungen gegeben. Thyssen-Krupp wolle die Oberflächenabdichtung in diesem Jahr fertigstellen und das Aufbringen der Rekultivierungsschicht im 2. Quartal 2014 beenden.  

Halde ist Station auf der Radtour
 
  • Die Chance, auf die Halde zu kommen, haben die Teilnehmer einer Radtour des Bezirksmarketings am Sonntag (29.9.).
  • Start ist um 10.30 Uhr vom S-Bahn-Parkplatz Knappschaftskrankenhaus, Wieckesweg. Gegen 11 Uhr wird die Halde Schleswig erreicht, die von einem Thyssen-Krupp-Mitarbeiter erklärt wird.
  • Die Tour geht über 14 Kilometer und endet kurz nach 13 Uhr in der Gartenanlage Wilhelm-Hansmann, Breierspfad.