Halfmannshof wird zum Kreativzentrum erweitert

Baukonzept wird diskutiert

GELSENKIRCHEN Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat die Umwandlung der Künstlersiedlung Halfmannshof in Gelsenkirchen in ein Kreativzentrum beschlossen. Damit scheint das Quartier gerettet. - Wenngleich sich (wie berichtet) die Bewohner der Künstlersiedlung dagegen wehren, dass die traditionsreiche Gelsenkirchener Einrichtung umgestaltet wird.

von Von Julia Gaß

, 02.11.2011, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Halfmannshof in Gelsenkirchen wird umgebaut.

Der Halfmannshof in Gelsenkirchen wird umgebaut.

Der Ratsbeschluss eröffne jedoch endlich die längst fällige öffentliche, hoffentlich konstruktive Diskussion über neue Strukturen des Hofes als zeitgemäßen Kunst- und Kulturstandort für die Stadt, betont der Kunstverein Gelsenkirchen in einer Stellungnahme. Der Sanierungsbedarf des Hofes mit über 80-jähriger, wechselhafter Geschichte und einer besonderen Bedeutung sei hoch und die Hofgemeinschaft habe sich unfähig erwiesen, ein solches Konzept zu erarbeiten, sie befände sich in Auflösung.Kunsthandwerk und Lernen

Nach dem Ratsbeschluss soll der Hof erweitert und offen werden für privatwirtschaftliche und bürgerschaftlich und gemeinnützig organisierte Wohn-, Lern- und Arbeitsformen in den Bereichen Bildende Kunst, Design, Kunsthandwerk, Kreativberufe und Kunstausbildung.

"Der Charakter des Hofs als Wohn- und Arbeitsort, an dem sich unterschiedliche Formen der Kunstentwicklung und Produktion gegenseitig befruchten und die Öffentlichkeit ansprechen und bereichern, ist so weit wie möglich in verbesserter Form wieder herzustellen", heißt es in dem Beschluss.Mix aus Privateigentum und Ateliers

Das Kreativquartier soll aus einer ausgewogenen Mischung von Privateigentum, Mietwohnungen, Ateliers und Wohnungen für Stipendiaten und Ausstellungsräumen bestehen. Die Flächen im Bereich des heutigen Wohnhauses und Atelierhauses sollen privatisiert werden. Die Altbauten werden von einem neuen, gemeinnützigen Träger übernommen. Ein Neubau wird durch die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (ggw) gebaut und vermietet, zwei weitere Neubauten werden durch die ggw errichtet und verkauft.

Umgestaltung bis Ende 2012 Ende 2012 könne die Umgestaltung abgeschlossen sein, so Volker Bandlow, Leiter des Kulturreferats Gelsenkirchen. Die neue Ausstellungshalle soll früher eröffnet werden. Wichtig sei ihm, mit den jetzigen Mietern einvernehmliche und sozialverträgliche Lösungen zu finden.

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